Was ist Forex-Volatilität? Kennzahlen, Beispiele und Währungspaare
Erfahren Sie, was die Volatilität von Währungen beschreibt, wie sich Prozentänderungen, Kursspannen und Standardabweichung unterscheiden und wie Sie Ausschläge im Stundenchart einordnen, ohne daraus eine Prognose abzuleiten.
Autor · Redakteur
- Autor
- Mykola Zavarov
- Redakteur
- Andrey Bondarenko
Geprüft
Das Wesentliche
Volatilität beschreibt Kursschwankungen. Sie sagt nicht voraus, ob eine Währung steigen oder ein Trade Gewinn bringen wird.
Die Standardabweichung der Renditen, ATR und der Median der absoluten Stundenänderungen beantworten unterschiedliche Fragen. Prüfen Sie Formel, Einheit und Zeitraum, bevor Sie Zahlen vergleichen.
Ein belastbarer Vergleich von Währungspaaren verwendet dieselbe Quelle, Kursbasis, Zeitpunkte und Berechnungsmethode. Eine begrenzte Stichprobe erlaubt keine Rangliste des gesamten Devisenmarkts.
Die Änderung zwischen zwei stündlichen Messpunkten zeigt weder den Höchst- noch den Tiefstkurs oder den Kursverlauf innerhalb dieser Stunde.
Spreads und Kommissionen gehören in einen eigenen Vergleich. Eine historische Bewegungskennzahl belegt weder die Ausführungsqualität noch die Eignung eines Brokers.
Was bedeutet Volatilität im Devisenhandel?
Forex-Volatilität beschreibt, wie stark Wechselkurse innerhalb eines angegebenen Zeitraums schwanken. Ein Währungspaar kann sich in beide Richtungen stark bewegen und volatil sein; ein steigender Kurs allein belegt noch keine hohe Volatilität. Eine verbreitete historische Kennzahl in der Statistik ist die Standardabweichung der Renditen. Andere Tools zeigen Kursspannen oder typische absolute Änderungen. Zwei als „Volatilität“ bezeichnete Werte können deshalb Unterschiedliches messen. CME erläutert den Unterschied zwischen historischer und impliziter Volatilität.
Beginnen Sie mit der Frage, die Sie beantworten möchten. „Wie stark hat sich dieses Paar in jeder Stunde bewegt?“ ist etwas anderes als „Hat der Euro aufgewertet?“ oder „Haben sich zwei Paare tendenziell gemeinsam bewegt?“ Wenn Sie diese Fragen auseinanderhalten, wird ein Chart wesentlich verständlicher.
Frage | Passende Kennzahl | Was sich daraus nicht ableiten lässt |
|---|---|---|
Wie groß waren die beobachteten Änderungen? | Eine klar definierte Bewegungs- oder Volatilitätskennzahl | Die Richtung der nächsten Bewegung |
Hat eine Währung gegenüber einer Referenz aufgewertet? | Rendite mit Vorzeichen oder Stärke gegenüber einem festgelegten Korb | Wie stark der Kurs auf dem Weg dorthin schwankte |
Haben sich zwei Renditereihen gemeinsam bewegt? | Korrelation auf zeitlich abgestimmten Beobachtungen | Eine profitable Absicherung oder die Wahrscheinlichkeit eines gemeinsamen Verlusts |
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Die Pearson-Korrelation misst einen linearen Zusammenhang, während der Währungsstärke-Indikator Währungen mit einem festgelegten Korb vergleicht. Der Leitfaden zur Korrelation behandelt die separate Frage nach dem gemeinsamen Verlauf. Keines der beiden Konzepte ersetzt eine Volatilitätskennzahl.
Warum verändert sich die Forex-Volatilität?
Wirtschaftsnachrichten, politische Ereignisse und veränderte Markterwartungen können Wechselkurse beeinflussen. OANDA nennt diese Einflussfaktoren. Eine Veröffentlichung, die Erwartungen verändert, kann stärker wirken als eine bereits erwartete Ankündigung. Ein Kurschart allein kann jedoch nicht die Ursache einer bestimmten Bewegung belegen.
Auch die Auswahl der Beobachtungszeitpunkte verändert das Bild. Eine Stichprobe mit einer außergewöhnlich starken Stundenbewegung kann anders aussehen als eine Stichprobe, die unmittelbar davor endet. Eine ruhige Woche und ein Monat mit einer abrupten Kursanpassung sind unterschiedliche Datensätze, selbst wenn es um dasselbe Währungspaar geht.
Deshalb braucht die Aussage „heute volatil“ einen Zeitstempel und eine Definition. Gemeint sein könnten eine große letzte Stundenänderung, eine weite Tageshöchst-/Tagestiefspanne oder eine hohe Standardabweichung über mehrere Wochen. Diese Beschreibungen sind nicht austauschbar. Eine datierte Messung ist hilfreicher als ein dauerhaftes Etikett für eine Währung.
Wie wird Forex-Volatilität gemessen?
1. Standardabweichung der Renditen
Bei positiven Kursen lautet eine logarithmische Rendite gᵢ = ln(Pᵢ / Pᵢ₋₁). Mit yᵢ = 100 × gᵢ werden die logarithmischen Renditen in Prozent ausgedrückt. Ihre Stichproben-Standardabweichung ist s = √[Σ(yᵢ − ȳ)² / (N − 1)]. Dabei ist ȳ der Stichprobenmittelwert und N die Anzahl der Renditen. NIST gibt diese Formel für die Stichproben-Standardabweichung an.
Sie misst die Streuung um die durchschnittliche Rendite. Durch das Quadrieren erhalten große Abweichungen mehr Gewicht. Geben Sie stets an, ob Stunden- oder Tageswerte eingehen und ob das Ergebnis annualisiert wurde. Eine nicht annualisierte Stundenkennzahl lässt sich nicht direkt mit einer auf Jahresbasis angegebenen Optionsvolatilität vergleichen.
2. ATR und tägliche Kursspannen
Die True Range eines Kursbalkens lautet TR = max(H − L, |H − Cprev|, |L − Cprev|). ATR bildet einen Durchschnitt oder eine Glättung dieser True Ranges; Zeitraum und Glättungsverfahren müssen angegeben werden. Die MetaTrader-Dokumentation beschreibt die benötigten Höchst-, Tiefst- und vorherigen Schlusskurse.
Die durchschnittliche Tagesspanne, definiert als Mittelwert aus Tageshöchstkurs minus Tagestiefstkurs, wird anders berechnet: ADR = mean(Hday − Lday). Geben Sie Datenquelle und Abgrenzung des Handelstags an. Beobachtungen nur an stündlichen Messpunkten können weder die tatsächlichen Höchst- und Tiefstkurse innerhalb einer Stunde noch die vollständige Tagesspanne rekonstruieren.
3. Typische absolute Stundenänderung
Eine andere, anschauliche Zusammenfassung fragt, wie groß eine typische beobachtete Änderung zwischen zwei stündlichen Messpunkten war, unabhängig vom Vorzeichen. Im IFT-Explorer gilt xᵢ = 100 × |ln(Mend / Mstart)|. Verwendet werden positive Mittelkurse zwischen Geld- und Briefkurs, deren Zeitpunkte genau eine Stunde auseinanderliegen. Die Hauptkennzahl ist median(xᵢ). Sie heißt „typische absolute Stundenänderung“, nicht Standardabweichung.
Sie ist auch nicht die mediane absolute Abweichung. MAD zentriert die Beobachtungen auf ihren Median: median(|gᵢ − median(g)|), wobei die gewählte Einheitenumrechnung einheitlich anzuwenden ist. Median(|gᵢ|) misst dagegen den Abstand von null. Ein bewusst künstliches Beispiel: Wäre jede logarithmische Stundenrendite +0,10 %, betrüge die typische absolute Änderung 0,10 %, während Stichproben-Standardabweichung und MAD beide null wären. Der Kurs würde bei konstanter logarithmischer Rendite steigen; die Renditen selbst würden nicht um ihren Mittelwert schwanken. NIST erläutert die Unterschiede zwischen den Streuungsmaßen.
4. Historische und implizite Volatilität
Historische Kennzahlen fassen beobachtete Kurse zusammen. Implizite Volatilität wird mithilfe eines Bewertungsmodells aus Optionspreisen abgeleitet. Die CVOL-Erklärung von CME beschreibt diese eigene Informationsquelle. Sie liefert keine sichere zukünftige Kursspanne. Ein Chart historischer Kursnotierungen kann sie ohne Optionsdaten nicht berechnen.
Die Kennzahl sollte zur Frage passen. Eine Höchst-/Tiefstspanne beschreibt die Extremwerte innerhalb eines Balkens, die Standardabweichung die Streuung der Renditen und der Median der absoluten Änderungen eine typische Bewegung zwischen Messpunkten. Ein Chart sollte die gewählte Größe benennen, statt alle drei Konzepte hinter einem einzigen Score zu verbergen.
Vergleichen Sie dieselben Einheiten, Intervalle und Beobachtungen
Ein Pip ist ein Kursschritt gemäß der Notierungskonvention des Währungspaars. Seine Größe und der Ausgangskurs bestimmen, welcher prozentualen Änderung eine Strecke in Pips entspricht. Ein Vergleich reiner Pip-Zahlen zwischen Paaren beantwortet daher eine andere Frage als ein Vergleich proportionaler Änderungen. Eine prozentuale Kursrendite ist zudem nicht der prozentuale Gewinn oder Verlust auf einem Konto: Positionsgröße, Kosten und Kontowährung sind separate Eingangsgrößen.
Veranschaulichung, keine Marktnotierung: Eine Änderung von 1,1000 auf 1,1011 ergibt eine einfache Rendite von 100 × (1,1011 / 1,1000 − 1) = +0,1000 %. Die logarithmische Rendite beträgt 100 × ln(1,1011 / 1,1000) ≈ +0,09995 %. Die Werte liegen hier nahe beieinander, sind aber nicht identisch. Die absolute logarithmische Änderung beträgt 0,09995 %: Ohne Vorzeichen entfällt die Richtung, nicht die Größe.
Für einen fairen Vergleich müssen Renditeformel, Quelle, Kursbasis (Geld-, Brief- oder Mittelkurs), Intervalllänge und Zeitpunkte übereinstimmen. Fehlen bei einem Paar Stunden, kann ein Vergleich seiner verbleibenden ruhigen Stunden mit der vollständigen Stichprobe eines anderen Paars die Rangfolge verzerren. Eine gemeinsame Menge gültiger Intervalle macht den Vergleich nachvollziehbar.
Fehlende Daten sollten als fehlend erkennbar bleiben. Eine Freitagsbeobachtung und die nächste Montagsbeobachtung ergeben keine Stundenrendite. Null bedeutet, dass die beiden beobachteten Endpunktkurse gleich waren; eine Lücke bedeutet, dass nach den gewählten Regeln keine gültige Messung vorlag. Beides sagt nicht aus, dass der Kurs dazwischen unverändert geblieben ist.
Welche Währungspaare sind am volatilsten?
Ohne Messregel und Zeitraum gibt es darauf keine sinnvolle Antwort. Eine Rangliste nach täglicher Pip-Spanne kann anders aussehen als eine nach der Standardabweichung prozentualer Stundenrenditen oder nach dem Median absoluter Änderungen. Auch die Auswahl der beobachteten Paare kann den Spitzenreiter verändern. Eine Liste mit acht Paaren kann nicht bestimmen, welches Paar im gesamten Markt am volatilsten ist.
Das folgende historische Beispiel verwendet einen IFT-Datenstand bis zum 5. November 2026 um 12:00 UTC. Innerhalb jedes Zeitfensters werden acht Paare über dieselben verfügbaren Intervalle aus direkt benachbarten stündlichen Messpunkten verglichen. Die Hauptkennzahl ist der Median der absoluten logarithmischen Stundenänderungen. Jede Zeile hat ihr eigenes angegebenes Zeitfenster; die Zeilen bilden keinen Vergleich auf einer einzigen gemeinsamen Stichprobe.
Zeitfenster bis 5. November 2026, 12:00 UTC | Gemeinsame Stundenintervalle | Größter Median unter diesen acht Paaren | Median der absoluten logarithmischen Stundenänderungen |
|---|---|---|---|
24 Stunden | 24 | GBP/USD | 0,0623 % |
7 Tage | 118 | USD/CHF | 0,0601 % |
30 Tage | 522 | AUD/USD | 0,0480 % |
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Der wechselnde Spitzenreiter zeigt, warum die zeitlose Bezeichnung „volatilstes Paar“ irreführend ist. Es handelt sich um historische Ergebnisse aus einer festgelegten Quelle, nicht um eine aktuelle Rangliste, eine Empfehlung oder einen Befund zu nicht beobachteten Paaren. Die Berechnung lässt sich anhand des datierten IFT-Datenstands und der Methodik nachvollziehen.
Ein reales Beispiel: EUR/USD in einer 30-Tage-Stichprobe
Die 30-Tage-Stichprobe reicht vom 6. Oktober 2026, 12:00 UTC bis zum 5. November 2026, 12:00 UTC. Ihre 522 gemeinsamen Stundenintervalle umfassen AUD/USD, EUR/GBP, EUR/USD, GBP/JPY, GBP/USD, USD/CAD, USD/CHF und USD/JPY. Die feste Quelle ist ein Konto bei FxPro Standard auf einem MT5-Live-Server. Das Konto hat kein Guthaben; verwendet werden beobachtete Mittelkurse. Es handelt sich um Kursbeobachtungen, nicht um ausgeführte Kundengeschäfte. Nachweis zum Datenstand.
Kennzahl für EUR/USD | Historisches Ergebnis | Einordnung |
|---|---|---|
Median der absoluten logarithmischen Stundenänderungen | 0,0388 % | Die Mitte der sortierten absoluten Änderungen |
25. bis 75. Perzentil | 0,0188 %–0,0689 % | Der mittlere Bereich der beobachteten Verteilung |
90. Perzentil | 0,1184 % | Ein oberes Stichprobenquantil, keine zukünftige Grenze |
Stichproben-Standardabweichung logarithmischer Stundenrenditen mit Vorzeichen | 0,0748 % | Streuung um den Mittelwert; nicht annualisiert |
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Für eine reproduzierbare Berechnung werden die Werte von x aufsteigend sortiert und linear interpoliert. Für das Perzentil p gilt h = (N − 1)p, j = floor(h), f = h − j und Qp = x[j] + f × (x[min(j + 1, N − 1)] − x[j]); die Indizierung beginnt bei null. Die angezeigten Werte sind auf vier Nachkommastellen gerundet.
Der Median ist kein erwarteter Gewinn pro Stunde. Das 90. Perzentil verspricht nicht, dass die nächste Änderung kleiner ausfällt; ein interpoliertes Perzentil muss außerdem keiner tatsächlich beobachteten Änderung entsprechen. Die 522 berücksichtigten Intervalle belegen auch keine vollständige Abdeckung der Marktöffnungszeiten: Die erwarteten Handelsstunden wurden für diesen Datensatz nicht anhand eines Sitzungskalenders bestimmt.
Mit dem Forex-Volatilitäts-Explorer können Sie verfügbare Beobachtungen vergleichen und einzelne Stunden untersuchen. Wählen Sie ein Paar und einen Zeitraum und prüfen Sie anschließend den Zeitstempel und den Status der Daten. Die historischen Ergebnisse in diesem Artikel beziehen sich weiterhin auf den Datenstand bis zum 5. November 2026 um 12:00 UTC; Aktualisierungen des Tools und des Vergleichsblocks verändern dieses Beispiel nicht.
So lesen Sie einen Ausschlag im Stundenchart
Ein hoher Balken zeigt eine große absolute Änderung zwischen zwei stündlichen Beobachtungen. Er entspricht nicht unbedingt der Höchst-/Tiefstspanne dieser Stunde. In diesem Datenstand trat die größte absolute logarithmische Stundenänderung von EUR/USD am 14. Oktober 2026 zwischen 12:00 und 13:00 UTC auf: Der Betrag war 0,5681 %, die logarithmische Änderung mit Vorzeichen −0,5681 %. Die entsprechende einfache Rendite zwischen den Endpunkten betrug ungefähr −0,5664 %. Reproduzierbare Berechnung des Ausschlags.
Diese Werte belegen, dass der beobachtete Mittelkurs zwischen den beiden Endpunkten gesunken ist. Sie zeigen nicht, wann sich die Bewegung innerhalb der Stunde ereignete, ob der Kurs innerhalb der Stunde zunächst stieg, was die Bewegung auslöste oder zu welchem Kurs ein Kunde hätte handeln können.
- Lesen Sie Währungspaar, Datum, genauen Beginn und Schluss des Intervalls sowie die UTC-Angabe, bevor Sie den Balken deuten. Ein Intervall, das um 00:00 endet, berührt zwei Kalendertage.
- Prüfen Sie neben der absoluten Änderung auch die Änderung mit Vorzeichen. Der höchste nach oben gezeichnete Balken kann einen Kursrückgang darstellen.
- Vergleichen Sie den Balken mit der Verteilung und ihrem Median oder oberen Quantilen, jeweils auf derselben Stichprobe.
- Behandeln Sie leere Zeitabschnitte als fehlende Intervalle, nicht als Aktivität von null. Fassen Sie eine Wochenendlücke nicht zu einer Stundenbeobachtung zusammen.
- Bestätigen Sie den Wert anhand der zugrunde liegenden Beobachtungen. Die Anzeige beim Überfahren mit der Maus, die Touch-Auswahl und die Tastaturanzeige sollten dasselbe Intervall nennen.
Bei einem dicht belegten 30-Tage-Chart sind das ausgewählte Intervall und sein Wert wichtiger als die sichtbare Breite eines Pixels. Liegen mehrere Balken auf engem Raum, können Sie benachbarte tatsächliche Beobachtungen mit der Tastatur oder dem Schieberegler prüfen. Ein Verteilungsdiagramm beantwortet „Wie häufig waren Änderungen dieser Größe?“, ein Zeitdiagramm dagegen „Wann traten sie auf?“
Volatilität, Liquidität und Spreads beantworten unterschiedliche Fragen
Liquidität betrifft die Möglichkeit, Geschäfte auszuführen; Volatilität beschreibt Kursschwankungen. Beide sind miteinander verbundene Markteigenschaften, doch eine Zahl kann die andere nicht ersetzen. OANDA erklärt, dass Veränderungen von Volatilität und Liquidität die eigenen Spreads bei Nachrichten sowie rund um Marktöffnungen und -schließungen ausweiten können. Die Erläuterung zu den Spreads nennt die Bedingungen. Daraus ergibt sich keine allgemeingültige Formel für jeden Broker und jede Stunde.
Eine Mittelkursbewegung ist kein ausführbares Geschäft aus Einstieg und Ausstieg. Der Mittelkurs wird aus Geld- und Briefkurs berechnet. Er zeigt weder, auf welcher Seite ein Geschäft ausgeführt wurde, noch ob die Notierung für eine bestimmte Größe verfügbar war oder bei der Ausführung Slippage auftrat. Unsere Beobachtungen eines Kontos ohne Guthaben enthalten keine Kundenausführungen und belegen keine Ausführungsqualität.
Wenn Sie die historische Bewegung des gewählten Paars verstanden haben, ist ein eigener Blick auf seine beobachteten Spreads und Kommissionen hilfreich. Lassen Sie für dieses Beispiel EUR/USD ausgewählt und prüfen Sie Anbieter, Kontotyp, Beobachtungszeit sowie die Berechnungsweise der Kommission. Verfügbarkeit und Bedingungen eines Brokers hängen von der zuständigen Gesellschaft und Ihrem Land ab.
Teilen Sie nicht einen aktuellen Spread durch eine historische Bewegungskennzahl aus einer anderen Quelle oder einem anderen Zeitraum und bezeichnen das Ergebnis als Rentabilitätsscore. Kosten und Bewegung brauchen vergleichbare Einheiten und Beobachtungen, damit selbst ein rein beschreibendes Verhältnis sinnvoll wäre. Broker-Bewertungen und länderspezifische Vergleiche können bei der separaten Kontowahl helfen; die Bewegungsrangliste kann keinen Broker für Sie auswählen.
Eine kurze Checkliste für jede Volatilitätskennzahl
- Was wurde gemessen: Renditestreuung, Höchst-/Tiefstspanne, True Range oder absolute Änderung zwischen Messpunkten?
- Welche Einheiten werden verwendet: Pips, Kurseinheiten, einfache Prozentänderungen, logarithmische Prozentänderungen oder ein annualisierter Prozentsatz?
- Welche Quelle, Kursbasis, Intervalllänge, Datumsangaben und Zeitzone wurden verwendet?
- Wurden für jedes Paar dieselben gültigen Beobachtungen verwendet, und wie viele bleiben übrig?
- Werden fehlende, unveränderte und veraltete Daten ausdrücklich erkennbar gemacht?
- Lese ich eine historische Beschreibung, eine aus Optionspreisen abgeleitete Schätzung oder eine unbelegte Prognose?
Ein sauber beschrifteter Wert kann eine begrenzte Frage präzise beantworten: Er kann die beobachtete Bewegung eines gewählten Paars in einer bestimmten Stichprobe beschreiben. Für sich allein belegt er weder einen sicheren Trade noch einen optimalen Stop, eine profitable Strategie oder eine garantierte zukünftige Kursspanne.
Häufig gestellte Fragen
Ist Volatilität dasselbe wie ein Trend?
Nein. Die Richtung beschreibt, ob ein Kurs gestiegen oder gefallen ist; Volatilität beschreibt eine bestimmte Art der Schwankung. Eine Reihe kann gleichmäßig einem Trend folgen oder stark schwanken und nahe am Ausgangswert enden. Lesen Sie die Rendite mit Vorzeichen getrennt von einer Kennzahl für absolute Änderungen oder Streuung.
Welches Währungspaar ist am volatilsten?
Legen Sie zuerst die betrachteten Paare, die Kennzahl, die Quelle und das Zeitfenster fest. Im historischen IFT-Beispiel mit acht Paaren bis zum 5. November 2026 um 12:00 UTC ist der Spitzenreiter nach dem Median der absoluten logarithmischen Stundenänderungen für 24 Stunden, 7 Tage und 30 Tage jeweils ein anderer. Daraus lässt sich kein marktweiter oder aktueller Spitzenreiter ableiten.
Wie berechne ich historische Forex-Volatilität?
Eine verbreitete Methode ist die Stichproben-Standardabweichung einheitlich erfasster Renditen: s = √[Σ(yᵢ − ȳ)² / (N − 1)]. Geben Sie an, ob y eine einfache oder logarithmische Rendite ist, welche Einheiten und Beobachtungsintervalle gelten und ob annualisiert wurde. ATR und der Median absoluter Änderungen verwenden andere Formeln.
Ist der Median absoluter Stundenänderungen dasselbe wie ATR oder MAD?
Nein. Der Median absoluter Änderungen misst median(|g|). MAD misst median(|g − median(g)|). ATR benötigt True Ranges aus Höchst-, Tiefst- und vorherigen Schlusskursen. Kursnotierungen nur an stündlichen Messpunkten liefern nicht die vollständigen Informationen innerhalb der Balken, die für ATR nötig sind.
Garantiert hohe Volatilität eine bessere Handelschance?
Nein. Eine größere historische Bewegung belegt keinen profitablen Einstieg oder Ausstieg. Sie gibt auch nicht den Spread, die Kommission, die verfügbare Liquidität, Slippage oder die finanziellen Auswirkungen einer Position an.
Kann ich mit Stundenänderungen die beste Handelsstunde finden?
Ein Zeitdiagramm zeigt, in welchen Stunden beobachtete Änderungen auftraten. Um ein wiederkehrendes Tageszeitmuster festzustellen, braucht es eine separate, vergleichbare Gruppierung über mehrere Tage und eine geeignete Stichprobe. Ein einzelner Ausschlag begründet weder einen verlässlichen Zeitplan noch eine Empfehlung.
Warum liefern zwei Volatilitätsrechner unterschiedliche Ergebnisse?
Sie können andere Quellen, Geld-, Brief- oder Mittelkurse, Balkengrenzen, Einheiten, Zeitfenster oder Formeln verwenden. Einige fassen Höchst-/Tiefstspannen zusammen, andere Renditen. Prüfen Sie diese Definitionen und die berücksichtigten Beobachtungen, bevor Sie die Abweichung als Fehler ansehen.
Bedeutet ein Nullwert oder ein fehlender Balken, dass sich der Markt nicht bewegt hat?
Nein. Null bedeutet, dass die beiden beobachteten Endpunktkurse in der Berechnung gleich waren. Ein fehlender Balken bedeutet, dass kein gültiges Intervall verfügbar war. Beides rekonstruiert nicht den Kursverlauf innerhalb dieses Zeitraums.
Quellen und weiterführende Lektüre
- Measures of ScaleGeprüft
- Average True RangeGeprüft
- Understanding the CVOL IndexGeprüft
- Dataplot — CorrelationGeprüft
- What is a pip in trading?Geprüft