Risikomanagement

Equity-Kurven-Simulator: Risiko, Ergebnisse und Drawdown

Aus denselben Handelsannahmen können sehr unterschiedliche Kontoverläufe entstehen. Simulieren Sie mögliche Ergebnisse, vergleichen Sie zwei Risikoeinstellungen mit denselben Trades und verfolgen Sie die Rechnung hinter einer Kurve.

Autor · Redakteur

Geprüft

Wellenförmige Glasbänder in Petrol und Blau mit einem Messingband über einer hellen Steinfläche.

Das Wesentliche

  1. Eine Simulation zeigt, welche Ergebnisse ein festgelegtes Modell erzeugen kann. Gewinnwahrscheinlichkeit, Gewinn-Verlust-Verhältnis und Risikoanteil sind Annahmen, keine Schätzung Ihrer künftigen Leistung.

  2. Vergleichen Sie Risikoeinstellungen mit identischen Gewinn- und Verlustfolgen. Betrachten Sie die Verteilung der Endsalden getrennt vom maximalen Drawdown jedes Verlaufs.

  3. Bei konstantem Risikoanteil und Gewinn-Verlust-Verhältnis bleibt der Endsaldo gleich, wenn dieselben Gewinne und Verluste anders angeordnet werden. Verlauf und Drawdown können sich trotzdem ändern.

Was ist ein Equity-Kurven-Simulator?

Ein Equity-Kurven-Simulator erzeugt hypothetische Kontoverläufe auf Basis festgelegter Annahmen. Hier wählen Sie einen Anfangssaldo, eine angenommene Gewinnwahrscheinlichkeit, ein Netto-Gewinn-Verlust-Verhältnis, einen Verlustanteil und eine Zahl von Trades. Der Simulator erzeugt 1.000 Folgen und wendet dieselben Ergebnisse auf zwei Risikoeinstellungen an. Entscheidend ist die Bandbreite möglicher Modellergebnisse, nicht eine einzelne überzeugend wirkende Linie.

Eine reale Kontohistorie dokumentiert, was tatsächlich geschehen ist. Ein Backtest wendet Handelsregeln auf historische Daten an. Diese Simulation arbeitet anders: Sie verwendet unabhängige Ziehungen mit zwei möglichen Ergebnissen, ohne Kurse, Einstiegssignale oder Brokerverbindung. Das von NIST beschriebene Binomialmodell liefert den Rahmen für die Anzahl der Gewinne; die Regeln für Saldo und Positionsrisiko stehen weiter unten.

Jeder Punkt zeigt den Saldo nach einem abgeschlossenen Modelltrade, ohne weitere offene Positionen. An diesen Punkten stimmen Saldo und Equity im vereinfachten Konto überein. Eine reale Equity-Kurve kann zusätzlich nicht realisierte Gewinne und Verluste offener Positionen enthalten. Der Simulator erfasst deshalb nicht den tiefsten möglichen Rückgang während eines laufenden Trades.

Annahmen festlegen und die Simulation starten

Beginnen Sie mit dem voreingestellten Horizont von 100 Trades und ändern Sie anschließend jeweils eine Annahme. Beide Einstellungen starten mit 1.000 USD, einer angenommenen Gewinnwahrscheinlichkeit von 50 % und einem Netto-Gewinn-Verlust-Verhältnis von 1. Einstellung A verliert bei einem Verlusttrade 1 % des aktuellen Saldos, Einstellung B 2 %. Diese Werte dienen dem Vergleich und sind keine empfohlenen Risikoniveaus.

Eingabe

Bedeutung in diesem Modell

Anfangssaldo

Der positive Betrag vor dem ersten Trade; USD ist die Einheit des Beispiels.

Angenommene Gewinnwahrscheinlichkeit p

Bei jeder unabhängigen Ziehung dieselbe Gewinnchance. Eine endliche Folge muss deshalb nicht genau diesen Gewinnanteil enthalten.

Netto-Gewinn-Verlust-Verhältnis b

Ein Gewinntrade erzielt das b-Fache seines Modellverlustbetrags. Ein Verlusttrade verliert genau diesen Betrag.

Verlustanteil f

Der Anteil des aktuellen Saldos, der den Modellverlust bestimmt. Der Geldbetrag verändert sich mit dem Saldo.

Anzahl der Trades N

Die Länge der Folge: 1 bis 500 abgeschlossene Trades. Gemeint sind weder Tage noch Jahre.

Seed

Eine Kennung, mit der dieselben Parameter und dieselbe Modellversion dieselbe Stichprobe erzeugen.

Seitlich scrollen, um alle Spalten zu vergleichen ↔

Gewinn und Verlustbetrag sind Nettoannahmen: Die Handelskosten, die Sie abbilden möchten, müssen darin bereits berücksichtigt sein. Eine zusätzliche Provision wird nicht abgezogen. Ein Brutto-Chance-Risiko-Verhältnis lässt sich ohne Berücksichtigung der Kosten nicht einfach als Nettowert einsetzen. Der Chance-Risiko-Rechner behandelt eine andere Aufgabe: die Planung von Kursniveaus und bedingten Ergebnissen eines einzelnen Trades.

Starten Sie die Berechnung nach einer Änderung der Eingaben erneut. Vergleichen Sie zuerst die Ergebnistabelle und betrachten Sie dann einen ausgewählten Verlauf. Ein anderer Seed erzeugt eine weitere Stichprobe aus denselben Annahmen; er entdeckt keine neue Marktlage. Ein Verlustanteil von null dient als mathematische Kontrolle: Der Saldo dieser Einstellung bleibt unverändert.

Selbst ausprobieren

Annahmen untersuchen

Zwei Risiken in 1.000 Modellverläufen vergleichen

Wählen Sie Gewinnwahrscheinlichkeit und Netto-Gewinn-Verlust-Verhältnis. Vergleichen Sie anschließend zwei Verlustanteile mit genau denselben Zufallsergebnissen. Jeder Punkt folgt auf einen abgeschlossenen Modelltrade.

Ein hypothetisches Modell mit zwei Ergebnissen. Es verwendet weder Marktpreise noch Kontodaten und prognostiziert keine Handelsergebnisse.

1–1.000.000. USD ist die Beispieleinheit; keine Währungsumrechnung.
0–100. Ihre Annahme, keine Schätzung aus Marktdaten.
0,1–5. Jeder Gewinn bringt +bR, jeder Verlust beträgt −1R.
0–10. Wird vor jedem Trade aus dem aktuellen Saldo neu berechnet.
0–10. Null dient als Kontrolle mit unverändertem Saldo.
1–500 abgeschlossene Modelltrades je Verlauf.
0–4294967295. Gleicher Seed und gleiche Annahmen erzeugen dieselbe Stichprobe.

Verwenden Sie einen Dezimalpunkt oder ein Komma, ohne Tausendertrennzeichen, Währungssymbole oder Exponentialschreibweise.

Gewinn und Modellverlust sind Nettoannahmen nach allen Kosten, die Sie einbeziehen möchten. Es wird keine zusätzliche Gebühr abgezogen. Die Eingabegrenzen sind technische Grenzen, keine Empfehlungen für sicheres Risiko.

Eine Annahme ändern

Simulation bereit: 100 Trades je Verlauf, Seed 20261023. Zusammenfassungen von Endsaldo und Drawdown sind verfügbar.

Ergebnisse für die angezeigten Annahmen

1.000 Verläufe · 100 Trades · Seed 20261023 · Modell 1.0.0

Anfangssaldo 1.000,00 USD · angenommene Gewinnwahrscheinlichkeit 50 % · Netto-Gewinn 1R · A 1 % · B 2 %

Endsalden der 1.000 Verläufe (USD)
KennzahlModell A
1%
Modell B
2%
10. Perzentil865,02740,79
50. Perzentil · Median995,01980,19
90. Perzentil1.121,881.246,11
Arithmetischer Mittelwert991,44983,14
Maximaler Drawdown jedes vollständigen Verlaufs (%)
KennzahlModell A
1%
Modell B
2%
10. Perzentil5,917911,6635
50. Perzentil · Median10,613820,4537
90. Perzentil18,274733,4525

Der Drawdown jedes Verlaufs wird vom vorherigen höchsten Saldo nach Trade-Abschluss gemessen, einschließlich des Anfangssaldos. Die Tabelle fasst diese 1.000 einzelnen maximalen Drawdowns zusammen.

Perzentile beschreiben diese Modellstichprobe. Das 10. Perzentil ist kein Verlustlimit; das 90. Perzentil ist weder Ziel noch Garantie.

1–1000. Wechseln Sie den Verlauf, ohne eine neue Stichprobe zu erzeugen.
Medianlinien und Bänder vom 10. bis zum 90. Perzentil

Saldo (USD)

Medianlinien und Bänder vom 10. bis zum 90. PerzentilModell A und B verwenden dieselben Achsen. Jede Linie und jedes Band wird bei jedem Trade separat aus 1.000 Verläufen berechnet. Die numerischen Endergebnisse stehen in den Tabellen darüber.

Abgeschlossene Modelltrades

A · durchgezogene LinieB · gestrichelte Linie

Die Bänder zeigen punktweise Stichprobenperzentile, keine Prognoseintervalle. Eine Medianlinie muss keinem vollständigen Verlauf entsprechen. Das Band bedeutet nicht, dass 80 % der vollständigen Verläufe durchgehend darin bleiben.

Verlauf 1 · 47 Gewinne · 53 Verluste

Ausgewählter Verlauf 1: Salden und Drawdowns nach jedem Trade
TradeErgebnisModell A
Saldo (USD)
Modell B
Saldo (USD)
Modell A
Drawdown (%)
Modell B
Drawdown (%)
0Start1.000,001.000,0000
1W · Nettogewinn1.010,001.020,0000
2W · Nettogewinn1.020,101.040,4000
3L · Nettoverlust1.009,901.019,5912
4W · Nettogewinn1.020,001.039,980,010,04
5W · Nettogewinn1.030,201.060,7800
6W · Nettogewinn1.040,501.082,0000
7L · Nettoverlust1.030,091.060,3612
8W · Nettogewinn1.040,401.081,570,010,04
9W · Nettogewinn1.050,801.103,2000
10W · Nettogewinn1.061,311.125,2600
11W · Nettogewinn1.071,921.147,7700
12L · Nettoverlust1.061,201.124,8112
13L · Nettoverlust1.050,591.102,321,993,96
14W · Nettogewinn1.061,101.124,361,00992,0392
15W · Nettogewinn1.071,711.146,850,020,08
16W · Nettogewinn1.082,421.169,7900
17L · Nettoverlust1.071,601.146,3912
18W · Nettogewinn1.082,321.169,320,010,04
19W · Nettogewinn1.093,141.192,7000
20W · Nettogewinn1.104,071.216,5600
21W · Nettogewinn1.115,111.240,8900
22L · Nettoverlust1.103,961.216,0712
23W · Nettogewinn1.115,001.240,390,010,04
24W · Nettogewinn1.126,151.265,2000
25W · Nettogewinn1.137,411.290,5100
26W · Nettogewinn1.148,781.316,3200
27L · Nettoverlust1.137,301.289,9912
28W · Nettogewinn1.148,671.315,790,010,04
29L · Nettoverlust1.137,181.289,471,00992,0392
30L · Nettoverlust1.125,811.263,681,99983,9984
31L · Nettoverlust1.114,551.238,412,97985,9184
32L · Nettoverlust1.103,411.213,643,957,8001
33L · Nettoverlust1.092,371.189,374,91059,6441
34L · Nettoverlust1.081,451.165,585,861411,4512
35W · Nettogewinn1.092,261.188,894,929,6802
36L · Nettoverlust1.081,341.165,125,870811,4866
37W · Nettogewinn1.092,161.188,424,92959,7163
38W · Nettogewinn1.103,081.212,193,97887,9107
39L · Nettoverlust1.092,051.187,944,9399,7525
40W · Nettogewinn1.102,971.211,703,98847,9475
41L · Nettoverlust1.091,941.187,474,94859,7886
42L · Nettoverlust1.081,021.163,725,89911,5928
43W · Nettogewinn1.091,831.186,994,9589,8246
44L · Nettoverlust1.080,911.163,255,908511,6282
45L · Nettoverlust1.070,101.139,996,849413,3956
46L · Nettoverlust1.059,401.117,197,780915,1277
47W · Nettogewinn1.069,991.139,536,858713,4302
48L · Nettoverlust1.059,291.116,747,790115,1616
49L · Nettoverlust1.048,701.094,418,712216,8584
50W · Nettogewinn1.059,191.116,297,799315,1956
51L · Nettoverlust1.048,601.093,978,721316,8916
52W · Nettogewinn1.059,081.115,857,808515,2295
53L · Nettoverlust1.048,491.093,538,730516,9249
54L · Nettoverlust1.038,011.071,669,643218,5864
55L · Nettoverlust1.027,631.050,2310,546720,2147
56W · Nettogewinn1.037,901.071,239,652218,619
57L · Nettoverlust1.027,521.049,8110,555720,2466
58W · Nettogewinn1.037,801.070,809,661218,6515
59L · Nettoverlust1.027,421.049,3910,564620,2785
60W · Nettogewinn1.037,691.070,379,670318,6841
61W · Nettogewinn1.048,071.091,788,76717,0577
62L · Nettoverlust1.037,591.069,959,679318,7166
63W · Nettogewinn1.047,971.091,348,776117,0909
64W · Nettogewinn1.058,451.113,177,863815,4327
65L · Nettoverlust1.047,861.090,918,785217,1241
66L · Nettoverlust1.037,381.069,099,697418,7816
67W · Nettogewinn1.047,761.090,478,794317,1572
68L · Nettoverlust1.037,281.068,669,706418,8141
69W · Nettogewinn1.047,651.090,048,803417,1904
70L · Nettoverlust1.037,181.068,249,715418,8466
71W · Nettogewinn1.047,551.089,608,812617,2235
72L · Nettoverlust1.037,071.067,819,724418,879
73L · Nettoverlust1.026,701.046,4510,627220,5014
74L · Nettoverlust1.016,431.025,5211,520922,0914
75L · Nettoverlust1.006,271.005,0112,405723,6496
76W · Nettogewinn1.016,331.025,1111,529822,1226
77L · Nettoverlust1.006,171.004,6112,414523,6801
78L · Nettoverlust996,11984,5213,290325,2065
79L · Nettoverlust986,15964,8314,157426,7024
80L · Nettoverlust976,28945,5315,015928,1683
81W · Nettogewinn986,05964,4414,16626,7317
82L · Nettoverlust976,19945,1515,024428,1971
83L · Nettoverlust966,43926,2515,874129,6331
84W · Nettogewinn976,09944,7715,032928,2258
85L · Nettoverlust966,33925,8815,882529,6613
86W · Nettogewinn975,99944,4015,041328,2545
87W · Nettogewinn985,75963,2814,191826,8196
88W · Nettogewinn995,61982,5513,333725,356
89W · Nettogewinn1.005,571.002,2012,46723,8631
90L · Nettoverlust995,51982,1613,342325,3858
91L · Nettoverlust985,55962,5114,208926,8781
92L · Nettoverlust975,70943,2615,066828,3406
93L · Nettoverlust965,94924,4015,916229,7738
94W · Nettogewinn975,60942,8915,075328,3692
95W · Nettogewinn985,36961,7414,226126,9366
96L · Nettoverlust975,50942,5115,083828,3979
97L · Nettoverlust965,75923,6615,93329,8299
98L · Nettoverlust956,09905,1916,773631,2333
99L · Nettoverlust946,53887,0817,605932,6087
100L · Nettoverlust937,07869,3418,429933,9565

Zeilen 1–101 von 101

Werte werden nur für die Anzeige gerundet. Die Berechnung behält ihre volle numerische Genauigkeit. Sehr kleine positive Salden werden als kleiner als 0,01 USD angezeigt; sehr große Werte in wissenschaftlicher Schreibweise.

Ein positiver Drawdown unter 0,0001 % wird als < 0,0001 % angezeigt. Drawdowns, die auf 100 % aufgerundet würden, werden als < 100 % angezeigt: Bei endlich vielen Trades bleibt der Kontostand in diesem Modell positiv.

Modell, Genauigkeit und Grenzen

Unabhängige Ergebnisse bei konstanter Gewinnwahrscheinlichkeit, konstantem Netto-Gewinn-Verlust-Verhältnis und konstantem Verlustanteil. Jeder Trade ergibt entweder +bR oder −1R. R entspricht dem gewählten Anteil des aktuellen Saldos. Einzahlungen, Auszahlungen, überlappende Positionen, variable Ausführungskurse, Equity während eines Trades und Marginregeln werden nicht modelliert. Mehr Verläufe verringern Stichprobenschwankungen; sie bestätigen nicht diese Annahmen.

Bei einem Verlustanteil unter 100 % und endlich vielen Trades bleibt dieser Modellsaldo mathematisch positiv. Das ist eine Modelleigenschaft, kein Beleg dafür, dass ein reales Konto nicht verloren gehen kann.

1 % und 2 % bei denselben vier Trades vergleichen

Zwei Gewinne gefolgt von zwei Verlusten, kurz WWLL, machen die Berechnung ohne große Stichprobe nachvollziehbar. Diese Folge wurde bewusst als Lernbeispiel gewählt und ist von der per Seed erzeugten Stichprobe getrennt. Bei einem Netto-Gewinn-Verlust-Verhältnis von 1 addiert jeder Gewinn den aktuellen Risikobetrag, jeder Verlust zieht ihn ab. Bei aktuellem Saldo B gilt nach einem Gewinn B_next = B × (1 + f × b), nach einem Verlust B_next = B × (1 − f). Dabei wird f als Bruchteil geschrieben: 1 % entspricht 0,01.

Nach Trade

Ergebnis

Saldo A: 1 %

Saldo B: 2 %

0

Ausgangspunkt

1.000 USD

1.000 USD

1

Gewinn

1.010 USD

1.020 USD

2

Gewinn

1.020,10 USD

1.040,40 USD

3

Verlust

1.009,899 USD

1.019,592 USD

4

Verlust

999,80001 USD

999,20016 USD

Seitlich scrollen, um alle Spalten zu vergleichen ↔

Der erste Risikobetrag von A beträgt 10 USD. Nach dem ersten Gewinn sind es 1 % von 1.010 USD, also 10,10 USD. Vor dem ersten Verlust beträgt er 10,201 USD. Das Modell behält solche Nachkommastellen während der Berechnung bei und rundet erst die Anzeige. Eine Rundung jedes einzelnen Trades auf Cent würde ein anderes Modell ergeben.

Die Endsalden liegen bei ungefähr 999,80 USD und 999,20 USD. Das entspricht Renditen von rund −0,02 % und −0,08 %. Zwei gleich hohe prozentuale Gewinne und zwei Verluste heben sich nicht auf, weil sich die Berechnungsbasis verändert. Das Beispiel erklärt diesen Zinseszinseffekt; es bewertet keine Einstellung als geeignet für ein reales Konto.

Selbst ausprobieren

Vier Trades vollständig nachvollziehen

Dieselben Gewinne und Verluste, anderer Drawdown

Ordnen Sie zwei Gewinne und zwei Verluste neu an. Der Endsaldo bleibt in jedem Modell gleich; Verlauf und maximaler Drawdown können sich ändern.

Festes Beispiel: 1.000 USD, Netto-Gewinn 1R, Verlust in Modell A 1 % und in Modell B 2 % des aktuellen Saldos. Dies sind gewählte Lernfolgen, keine Prognose und kein per Seed ausgewählter Zufallsverlauf.

W steht für einen Nettogewinn von +1R, L für einen Nettoverlust von −1R. Jede Reihenfolge enthält jeweils zwei davon.

Modell A · 1%

Endsaldo

999,80 USD

Maximaler Drawdown

1,99%

Modell B · 2%

Endsaldo

999,20 USD

Maximaler Drawdown

3,96%

Ungerundete Endsalden: A = 999,80001 USD; B = 999,20016 USD.

Saldoverläufe über vier Trades mit gemeinsamer Skala

Saldo (USD)

Saldoverläufe über vier Trades mit gemeinsamer SkalaBeide Modelle folgen der gewählten Reihenfolge. Die Tabelle enthält die genauen Werte vor und nach jedem Trade.

Abgeschlossene Modelltrades

A · durchgezogene LinieB · gestrichelte Linie
Vier abgeschlossene Trades: Modellverlustbetrag, Netto-Ergebnis und Saldo (USD)
TradeErgebnisModell A
Modellverlustbetrag
Modell A
Netto-Gewinn/Verlust
Modell A
Saldo
Modell B
Modellverlustbetrag
Modell B
Netto-Gewinn/Verlust
Modell B
Saldo
0Start0,000,001.000,000,000,001.000,00
1W · Nettogewinn10,00+10,001.010,0020,00+20,001.020,00
2W · Nettogewinn10,10+10,101.020,1020,40+20,401.040,40
3L · Nettoverlust10,201-10,2011.009,89920,808-20,8081.019,592
4L · Nettoverlust10,09899-10,09899999,8000120,39184-20,39184999,20016

Der Endsaldo ist 1.000 × (1 + f)² × (1 − f)². Die Multiplikation ergibt bei allen sechs Reihenfolgen denselben Endwert, wenn f konstant bleibt und weder Geldflüsse noch Abbruchregeln hinzukommen.

Zwei Gewinne und zwei Verluste stellen hier den Anfangssaldo nicht wieder her: Jeder Prozentsatz bezieht sich auf einen veränderten Saldo. Das angezeigte Ergebnis entsteht nicht durch Gebühren.

Der maximale Drawdown misst den größten Rückgang von einem vorherigen Höchststand entlang dieser gewählten Folge. Eine andere Reihenfolge kann diesen Rückgang ändern, ohne den Endsaldo zu verändern.

Modell, Genauigkeit und Grenzen

Netto-Gewinn-Verlust-Verhältnis und Verlustanteil bleiben konstant; nur die Reihenfolge ändert sich. Jeder neue Modellverlustbetrag wird aus dem aktuellen Saldo berechnet. Die Tabelle rundet zur Anzeige, aber die Berechnung rundet nicht jeden Trade auf Cent. Diese ausgewählte Folge ist von der Stichprobe aus 1.000 Verläufen im Simulator getrennt.

Werte werden nur für die Anzeige gerundet. Die Berechnung behält ihre volle numerische Genauigkeit. Sehr kleine positive Salden werden als kleiner als 0,01 USD angezeigt; sehr große Werte in wissenschaftlicher Schreibweise.

Ein positiver Drawdown unter 0,0001 % wird als < 0,0001 % angezeigt. Drawdowns, die auf 100 % aufgerundet würden, werden als < 100 % angezeigt: Bei endlich vielen Trades bleibt der Kontostand in diesem Modell positiv.

Reihenfolge W W L L. Die Endsalden bleiben unverändert. Maximaler Drawdown: A 1,99 %, B 3,96 %.

Das 10., 50. und 90. Perzentil richtig lesen

Der Simulator fasst 1.000 Endsalden mit dem 10., 50. und 90. Perzentil zusammen, bezeichnet als P10, P50 und P90. P50 ist der Median. P10 beschreibt den unteren Bereich der simulierten Stichprobe, P90 den oberen. Die Werte sind Positionen innerhalb der erzeugten Ergebnisse, keine Wahrscheinlichkeiten dafür, dass Ihr künftiges Konto bestimmte Beträge erreicht.

Anzeige

So ist sie zu verstehen

P10 / P50 / P90 des Endsaldos

Drei Schwellen in den sortierten Salden nach Trade N.

P10 / P50 / P90 des maximalen Drawdowns

Drei Schwellen, nachdem für jeden Verlauf separat der größte prozentuale Rückgang von einem vorherigen Höchststand berechnet wurde.

Punktweise Perzentilkurven

Die Saldo-Perzentile werden für jede Trade-Nummer über alle Verläufe neu berechnet.

Seitlich scrollen, um alle Spalten zu vergleichen ↔

Bei einer punktweisen Mediankurve können an verschiedenen Stellen unterschiedliche Verläufe zum Median beitragen. Die Linie muss daher keiner tatsächlich erzeugten vollständigen Folge entsprechen. Ebenso bedeutet das P10–P90-Band nicht, dass 80 % der vollständigen Verläufe vom Anfang bis zum Ende darin bleiben. Wählen Sie einen einzelnen Verlauf, wenn Sie eine zusammenhängende Folge nachvollziehen möchten.

Für Perzentile gilt die lineare Interpolation nach Typ 7 aus der Quantil-Dokumentation von R. Zwischen zwei sortierten Beobachtungen kann der ausgewiesene Schwellenwert zwischen deren Werten liegen. Für die illustrative sortierte Stichprobe 100, 200, 400, 800 ergibt diese Regel P10 = 130, P50 = 300 und P90 = 680. Gleiche Werte und Interpolation sind Gründe, ein Perzentil nicht als exakte Anzahl von Verläufen mit strikt niedrigeren Werten zu lesen.

Warum Mittelwert, Median und einzelner Verlauf abweichen

Der mittlere Endsaldo ist die Summe aller Endsalden geteilt durch die Anzahl der Verläufe. Der Median liegt in der Mitte der sortierten Verteilung. Ein ausgewählter Verlauf ist ein einzelnes Ergebnis. Wenige besonders hohe Endsalden können den Mittelwert über den Median ziehen; diese Kennzahlen beantworten deshalb unterschiedliche Fragen.

Betrachten Sie erneut das Beispiel mit vier Trades, p = 50 % und b = 1. Es gibt 16 gleich wahrscheinliche Gewinn-Verlust-Folgen. Über diesen vollständigen Satz beträgt der exakte mittlere Endsaldo für beide Risikoeinstellungen 1.000 USD. Die Mediane sind 999,80001 USD bei 1 % und 999,20016 USD bei 2 %. Der arithmetische Mittelwert kann also dem Anfangsbetrag entsprechen, während das mittlere Ergebnis der sortierten Verteilung darunterliegt.

Der theoretische Mittelwert dieses Modells lautet E[B_N] = B0 × [1 + f × (p × b − (1 − p))]^N. Dabei werden p und f als Bruchteile geschrieben. Die Formel ergibt sich aus dem erwarteten Multiplikator jedes unabhängigen Trades. Sie liefert weder den Median noch einen wahrscheinlichsten Verlauf oder eine Prognose der Handelsleistung.

Eine Stichprobe aus 1.000 zufälligen Verläufen muss nicht jede Folge aus vier Trades gleich oft enthalten. Ihr angezeigter Mittelwert muss daher nicht dem exakten Erwartungswert von 1.000 USD entsprechen. Ein anderer Seed verändert diese Stichprobenschwankung; eine andere Annahme verändert die zugrunde liegende Verteilung.

Drawdown vom vorherigen Höchststand messen

Für jeden Verlauf wird ein laufender Höchststand erfasst, der den Anfangssaldo einschließt. An jedem späteren Punkt gilt: Drawdown = (laufender Höchststand − aktueller Saldo) ÷ laufender Höchststand × 100 %. Der maximale Drawdown ist der größte dieser Prozentwerte im Verlauf. Ein Verlust zu Beginn zählt auch dann, wenn der Saldo seinen Anfangswert noch nie überschritten hat.

Bei WWLL erreicht A zunächst 1.020,10 USD und endet dann bei 999,80001 USD. Der maximale Drawdown beträgt 1,99 %. B erreicht 1.040,40 USD und endet bei 999,20016 USD; daraus ergeben sich 3,96 %. Diese Rückgänge beziehen sich auf die vorherigen Höchststände. Sie unterscheiden sich von den Renditen von ungefähr −0,02 % und −0,08 %, die vom Anfangsbetrag von 1.000 USD aus gemessen werden.

Die Ergebnistabelle berechnet zuerst den maximalen Drawdown jedes vollständigen Verlaufs und fasst anschließend diese 1.000 Werte zusammen. Würde man nur den Drawdown der medianen Saldokurve messen, wäre das eine andere Auswertung. Rückgänge einzelner Verläufe könnten dabei verborgen bleiben.

Hier werden die Werte nach Abschluss der Trades beobachtet. MetaTrader 5 unterscheidet Drawdowns von Saldo und Equity; offene Positionen können zwischen diesen Beobachtungen tiefere Equity-Stände verursachen. Eine Trailing-Drawdown-Regel eines Anbieters hat außerdem eine eigene Bezugsgröße, Zeitlogik und Bedingungen für einen Regelverstoß. Diese statistische Grafik bildet ein solches vertragliches Limit nicht nach.

Was eine andere Reihenfolge der Trades verändert

Wechseln Sie im Beispiel zwischen den sechs möglichen Anordnungen von zwei Gewinnen und zwei Verlusten. Die Schritte und Drawdowns ändern sich, der Endsaldo jeder Risikoeinstellung bleibt gleich. Das gilt, weil f und b konstant sind und weder Einzahlungen, Auszahlungen noch Regeln für einen vorzeitigen Abbruch hinzukommen.

Bei W Gewinnen und L Verlusten lautet der Endsaldo B0 × (1 + f × b)^W × (1 − f)^L. Die Multiplikation ergibt unabhängig von der Reihenfolge dieser Faktoren denselben Wert. Bei 1 % Risiko und einem Gewinn-Verlust-Verhältnis von 1 hat WWLL einen maximalen Drawdown von 1,99 %, WLWL dagegen ungefähr 1,01 %. Beide Folgen enden bei 999,80001 USD.

Zwischen den zufälligen Verläufen des Simulators kann auch die Zahl der Gewinne abweichen. Deshalb können sie trotz identischer Eingaben bei unterschiedlichen Beträgen enden. Die gesamte Streuung der Endergebnisse allein mit der Reihenfolge der Trades zu erklären, wäre irreführend.

Der Profit Factor setzt die auf Gewinntrades verdienten Geldbeträge ins Verhältnis zu den Verlustbeträgen. Die vollständige Reihenfolge bleibt darin nicht erhalten. Bei anteiliger Positionsbemessung kann eine andere Anordnung auch diese einzelnen Geldbeträge verändern, obwohl das oben genannte Endprodukt gleich bleibt. Unterscheiden Sie daher das Modell von den Eingangsdaten der Kennzahl.

Risikoeinstellungen mit denselben zufälligen Ergebnissen vergleichen

Für einen aussagekräftigen Vergleich bleibt die Gewinn-Verlust-Folge gleich, während sich der Risikoanteil ändert. Andernfalls könnte eine Einstellung nur deshalb besser aussehen, weil sie eine günstigere Zufallsstichprobe erhalten hat. Hier verwenden A und B bei jedem entsprechenden Verlauf und Trade dasselbe Ergebnis. Nur der auf den jeweiligen Saldo angewendete Betrag unterscheidet sich.

  • Halten Sie Seed, Gewinnwahrscheinlichkeit, Gewinn-Verlust-Verhältnis und Horizont beim Vergleich der beiden Risikoanteile konstant.
  • Ändern Sie eine Annahme, starten Sie erneut und vergleichen Sie dieselben Kennzahlen, statt die attraktivste Kurve auszuwählen.
  • Betrachten Sie neben der Perzentiltabelle einen einzelnen Verlauf, um die Verteilung mit einer vollständigen Folge zu verbinden.

Beide Kurven nutzen dieselbe Saldoskala; die horizontale Achse zählt abgeschlossene Trades. Eine steilere Linie verrät nicht, wie viel Zeit vergangen ist. Mehr Modelltrades bedeuten bei wechselnder realer Handelsfrequenz nicht automatisch einen längeren Kalenderzeitraum.

Der eingegebene Anteil berechnet außerdem keine tatsächlich handelbare Lotgröße. Kontraktspezifikationen, Stop-Abstand und ausführbare Mengen gehören zur Positionsgrößenberechnung. Dieses Modell setzt voraus, dass anteilige Geldbeträge exakt angewendet werden können, auch wenn sie kleiner sind, als ein reales Instrument zulässt.

Was die Simulation über ein reales Konto nicht aussagt

Jeder Verlust beträgt genau −1 Modell-R, jeder Gewinn +b Modell-R. Gewinnwahrscheinlichkeit, Gewinn-Verlust-Verhältnis und Risikoanteil bleiben konstant; die Ergebnisse sind unabhängig. Eine reale Strategie kann Trades ohne Gewinn oder Verlust, unterschiedlich große Ergebnisse, Verlustserien mit Abhängigkeiten und wechselnde Marktbedingungen aufweisen. Mehr Simulationsfolgen ergänzen diese Eigenschaften nicht von selbst.

Kosten gehören in die Nettoannahmen. Diese Konvention simuliert jedoch keine einzelnen Ausführungen. Eine Kurslücke kann einen größeren Verlust als geplant verursachen. Slippage, Liquidität, Währungsumrechnung, Marginanforderungen und überlappende Positionen können den tatsächlichen Kontoverlauf verändern. Auch die Dokumentation zu Strategietests von TradingView behandelt Kosten und Ausführungsannahmen ausdrücklich; dieser einfachere Simulator ist kein historischer Ausführungs-Backtest.

Liegt der Verlustanteil unter 100 %, multipliziert jeder endliche Modellverlust einen positiven Saldo mit einer positiven Zahl. Die Berechnung erreicht daher nach endlich vielen Trades nicht exakt null. Diese mathematische Eigenschaft sagt nichts darüber aus, ob ein reales Konto wirtschaftlich aufgezehrt wird, Mindesthandelsgrößen unterschreitet oder zwangsweise liquidiert wird. Eine Ruinschwelle oder reale Insolvenzwahrscheinlichkeit wird hier nicht berechnet.

Nutzen Sie das Werkzeug, um Abhängigkeiten zu verstehen: Was ändert sich mit einer Annahme, welche Kennzahlen bewegen sich gemeinsam und was lässt eine einzelne Kurve offen? Auch eine stabilere Simulationsschätzung beschreibt weiterhin das gewählte Modell. Wie belastbar seine Annahmen sind, muss anhand anderer Belege und eines klar definierten Handelsprozesses beurteilt werden.

Häufige Fragen zum Equity-Kurven-Simulator

Garantiert eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 50 %, dass die Hälfte der Trades gewinnt?

Nein. Jeder unabhängigen Ziehung wird dieselbe Gewinnchance von 50 % zugewiesen. Eine endliche Folge kann mehr oder weniger Gewinne enthalten. Das feste WWLL-Beispiel enthält bewusst zwei Gewinne und zwei Verluste; der zufällige Simulator schreibt diese Anzahl nicht vor.

Warum ergibt derselbe Seed dasselbe Ergebnis?

Der Seed initialisiert eine deterministische Folge pseudozufälliger Ziehungen. Derselbe Seed, dieselben Parameter und dieselbe Modellversion erzeugen dieselbe Stichprobe. Das macht Vergleiche überprüfbar, verleiht den erzeugten Ergebnissen aber keine Vorhersagekraft.

Warum können 50 % Gewinnwahrscheinlichkeit und ein Gewinn-Verlust-Verhältnis von 1 zu einem niedrigeren Endsaldo führen?

Prozentuale Gewinne und Verluste beziehen sich auf wechselnde Salden. Ein Schritt von +1 % gefolgt von −1 % multipliziert den Saldo mit 1,01 × 0,99 = 0,9999. Der theoretische Mittelwert über alle möglichen unabhängigen Verläufe und ein einzelner Endsaldo sind unterschiedliche Größen.

Ist P10 das schlechteste mögliche Ergebnis?

Nein. Innerhalb der Stichprobe können niedrigere Ergebnisse auftreten, und das Modell kann wichtige reale Ereignisse auslassen. P10 ist ein Stichprobenperzentil unter den eingegebenen Annahmen, kein Verlustlimit und keine Garantie für die Zukunft.

Kann ich damit einen sicheren Risikoanteil bestimmen?

Der Simulator vergleicht Folgen innerhalb eines vereinfachten Modells und kann keinen allgemein sicheren Prozentsatz feststellen. Kontoregeln, Ausführung, finanzielle Verhältnisse und die Verlässlichkeit der Annahmen liegen außerhalb dieser Berechnung. Die Beispielwerte sind keine Empfehlungen.

Was unterscheidet die Simulation vom Profit Factor?

Der Profit Factor beschreibt das Verhältnis aggregierter Gewinne und Verluste einer abgeschlossenen Stichprobe. Der Simulator erzeugt dagegen hypothetische Folgen aus Annahmen über Wahrscheinlichkeit, Gewinn-Verlust-Verhältnis und Risikobemessung. Keine der beiden Darstellungen ersetzt fehlende Kursverläufe, Kontoregeln oder Belege für künftige Ergebnisse.

Quellen und weiterführende Lektüre

Alle Ratgeber
Chance-Risiko-RechnerPlanen Sie Kursniveaus eines Trades und unterscheiden Sie Brutto- und Nettoergebnisse.Trailing Drawdown erklärtUnterscheiden Sie einen statistischen Rückgang vom beweglichen Kontolimit eines Anbieters.PositionsgrößenrechnerVerknüpfen Sie ein Risikobudget mit Stop-Abstand und Kontraktspezifikationen.Slippage erklärtVerstehen Sie, warum tatsächliche Ausführungskurse von geplanten Kursen abweichen können.
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