Forex vs. Futures: Gleiche Währungsbeträge vergleichen
Ein Währungsfuture und ein Forex-Lot können unterschiedliche Währungsbeträge abbilden. Vergleichen Sie EUR/USD im außerbörslichen Privatkundenhandel mit börsengehandelten Euro-Futures und prüfen Sie, wie Kontraktgröße, Finanzierung, Margin und Verfall den Handel beeinflussen.
Autor · Redakteur
- Autor
- Mykola Zavarov
- Redakteur
- Andrey Bondarenko
Geprüft

Das Wesentliche
Forex bezeichnet einen Markt, Futures eine Vertragsart. Währungsfutures sind eine Möglichkeit, eine Position am Devisenmarkt einzugehen.
Gleichen Sie zuerst den Betrag in der Basiswährung ab. Ein Standard-Euro-Future entspricht nicht einem angenommenen Forex-Lot von 100.000 EUR.
Gleiche Währungsbeträge garantieren weder gleiche Preise und Handelsergebnisse noch gleiche Marginanforderungen oder Gesamtkosten.
Was unterscheidet Forex und Futures?
Forex bezeichnet den Devisenmarkt. Ein Futures-Kontrakt legt ein Produkt, eine Menge und die Bedingungen für die spätere Erfüllung fest. Währungsfutures gehören damit zum übergeordneten Devisenmarkt. Hier vergleichen wir den gehebelten außerbörslichen EUR/USD-Handel für Privatkunden, kurz OTC-Handel, mit börsengehandelten Euro-Futures. Es geht um diese beiden Formen des Währungshandels, nicht um einen Vergleich von Währungen mit sämtlichen Arten von Futures.
Produkt | Was die Position abbildet | Welche Angaben den Handel bestimmen |
|---|---|---|
EUR/USD im OTC-Privatkundenhandel | Eine gehebelte Währungsposition nach den Vertragsbedingungen des Anbieters. | Lotgröße, zulässiges Volumen, Ausführung, Finanzierung und Kontovereinbarung. |
Börsengehandelter Euro-Future | Ein standardisierter Kontrakt mit festgelegtem Euro-Betrag und Kontraktmonat. | Börsenspezifikation, ganze Kontrakte, Margin, täglicher Gewinn- und Verlustausgleich sowie Verfall. |
CFD auf einen Währungsfuture | Ein eigenständiger OTC-Vertrag, dessen Referenzpreis ein Futures-Preis sein kann. | Die eigenen Regeln des CFD-Anbieters für Positionsgröße, Finanzierung, Verfall und Anpassungen. |
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Ein CFD mit einem Future als Referenz ist nicht der Börsenkontrakt selbst. Auch ein Währungsumtausch bei einer Bank oder ein institutionelles OTC-Devisentermingeschäft sind andere Transaktionen. Prüfen Sie die rechtliche Produktbezeichnung und den Vertrag, bevor Sie sich auf eine Plattformbezeichnung wie „Forex“ oder „Futures“ verlassen.
Vergleichen Sie denselben Währungsbetrag
Beginnen Sie mit dem Euro-Betrag, den die Position abbildet. Das folgende Werkzeug teilt den gewünschten EUR-Betrag durch die angegebene OTC-Lotgröße und die jeweilige Futures-Kontraktgröße. Anschließend prüft es die zulässigen Volumenschritte. Die voreingestellte OTC-Spezifikation ist ein Beispiel: 100.000 EUR je Lot, mindestens 0,01 Lot und eine Schrittweite von 0,01 Lot. In MetaTrader 5 finden Sie Kontraktgröße und Volumengrenzen des Symbols unter Marktübersicht → Spezifikation.
Im OTC-Beispiel sind Vielfache der Volumenschrittweite ab null zulässig, sofern sie innerhalb des angegebenen Minimums und Maximums liegen. Das Werkzeug unterscheidet die theoretische Größe von einer genauen Übereinstimmung sowie den nächstkleineren und nächstgrößeren positiven Positionen. Einen rechnerischen Kontraktbruchteil rundet es nicht unbemerkt auf einen ganzen Börsenkontrakt.
Verglichen wird der Währungsbetrag, nicht der Kapitalbedarf oder ein Risikobudget. Eine Größe, die in das Volumenraster des Modells passt, bestätigt keine Orderannahme. Die Brokerspezifikation, die verfügbare Margin und Handelsbeschränkungen gelten weiterhin.
WÄHRUNGSBETRÄGE VERGLEICHEN
Gleiche Währung, unterschiedliche Positionsgrößen
Geben Sie den EUR-Betrag ein, den Sie vergleichen möchten. Das Werkzeug zeigt die theoretische Größe und die nächstgelegenen positiven Größen im jeweiligen Volumenraster.
EUR/USD im OTC-Privatkundenhandel
100.000 EUR je Lot
- Theoretische Größe · Lots
- 1,25
Genauer Betrag in diesem Volumenraster
Genau passende positive Größe
- Lots
- 1,25
- Betrag in der Basiswährung · EUR
- 125.000
- Abweichung vom gewünschten Betrag · EUR
- 0
- Abweichung · % des gewünschten Betrags
- 0 %
Standard Euro FX · 6E
125.000 EUR je Kontrakt
- Theoretische Größe · Kontrakte
- 1
Genauer Betrag in diesem Volumenraster
Genau passende positive Größe
- Kontrakte
- 1
- Betrag in der Basiswährung · EUR
- 125.000
- Abweichung vom gewünschten Betrag · EUR
- 0
- Abweichung · % des gewünschten Betrags
- 0 %
Micro EUR/USD · M6E
12.500 EUR je Kontrakt
- Theoretische Größe · Kontrakte
- 10
Genauer Betrag in diesem Volumenraster
Genau passende positive Größe
- Kontrakte
- 10
- Betrag in der Basiswährung · EUR
- 125.000
- Abweichung vom gewünschten Betrag · EUR
- 0
- Abweichung · % des gewünschten Betrags
- 0 %
Gleiche EUR-Beträge bedeuten keine gleiche Margin, Verlustobergrenze, Ausführungskurse, Kosten oder Renditen. Dies ist ein Größenvergleich, keine Prüfung der Orderannahme.
So werden die Größen verglichen
Theoretische Größe = gewünschter EUR-Betrag ÷ EUR je Lot oder Kontrakt. OTC-Größen sind positive ganzzahlige Vielfache der Lot-Schrittweite, begrenzt durch das Minimum und das optionale Maximum. Für Futures gelten ganze Kontrakte ab einem Stück; brokerspezifische Positionslimits werden nicht modelliert. Das Volumenraster beginnt bei null, nicht beim eingegebenen Minimum.
Die Berechnung verwendet exakte Brüche. Für die Anzeige gerundete Werte sind mit ≈ markiert; ihr exakter Bruch wird ebenfalls angegeben. Kleiner und größer beziehen sich auf den EUR-Betrag und sind keine Empfehlung zum Auf- oder Abrunden.
CME-Kontraktspezifikationen · Geprüft am 23. Oktober 2026
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Drei Beispiele für die Positionsgröße
Der FX-Produktleitfaden der CME nennt für den Standard-EUR/USD-Future mit dem Kürzel 6E eine Kontraktgröße von 125.000 EUR und für den Micro EUR/USD-Future M6E eine Größe von 12.500 EUR. Die Beispiele verwenden diese Kontraktgrößen und das angegebene OTC-Lot von 100.000 EUR. Futures werden in ganzen Kontrakten gehandelt.
Gewünschter Betrag | OTC-Beispiel | Standard 6E | Micro M6E |
|---|---|---|---|
125.000 EUR | 1,25 Lot: genau passend. | 1 Kontrakt: genau passend. | 10 Kontrakte: genau passend. |
100.000 EUR | 1,00 Lot: genau passend. | 0,8 Kontrakte sind ein theoretischer Wert. Ein Kontrakt entspricht 125.000 EUR und liegt damit 25 % über dem gewünschten Betrag. | 8 Kontrakte: genau passend. |
12.500 EUR | 0,125 Lot sind ein theoretischer Wert außerhalb des Rasters von 0,01 Lot. 0,12 Lot ergeben 12.000 EUR, 0,13 Lot ergeben 13.000 EUR. | Keine kleinere positive Position in ganzen Kontrakten möglich; ein Kontrakt ist deutlich größer. | 1 Kontrakt: genau passend. |
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Beim gewünschten Betrag von 12.500 EUR weichen beide nächstgelegenen OTC-Alternativen um jeweils 500 EUR oder 4 % davon ab. Die höhere Alternative vergrößert die Position, die niedrigere verkleinert sie. Keine der beiden erhält den ursprünglichen Betrag. Liegt der gewünschte Betrag unter einem Kontrakt, bedeuten null Kontrakte keine Position und keinen kleineren handelbaren Futures-Kontrakt.
Der Euro-Betrag ist außerdem vom Nominalwert in USD zu unterscheiden. Bei einem beispielhaften Kurs von 1,1000 USD je EUR entsprechen 125.000 EUR einem Nominalwert von 137.500 USD. Diese Umrechnung ist weder eine Marginanforderung noch ein Kontoguthaben oder der höchstmögliche Verlust.
Warum können gleiche Währungsbeträge unterschiedliche Ergebnisse liefern?
Der Futures-Preis kann vom Kassakurs abweichen. Diese hier als Futures-Preis minus Kassakurs definierte Differenz heißt Basis. Die CME erläutert, wie Zinsunterschiede und Restlaufzeit die Preise von Währungsfutures beeinflussen. Derselbe EUR-Betrag bedeutet deshalb nicht, dass sich beide Preise während Ihrer Haltedauer um genau denselben Betrag verändern.
Betrachten Sie diese frei gewählten Preise für eine Long-Position über 125.000 EUR. Die Zeile zum Kassakurs dient als vereinfachte Preisreferenz und sagt keine Ausführung auf einem Privatkundenkonto zu. Beide Ergebnisse verstehen sich vor gesondert berechneten Gebühren und Finanzierungskosten.
Beispielhafte Preisreihe | Einstieg → Ausstieg, USD je EUR | Preisänderung × 125.000 EUR |
|---|---|---|
Kassakurs als Referenz | 1,1000 → 1,1040 | 0,0040 × 125.000 = 500 USD |
Standard-Future 6E | 1,1010 → 1,1048 | 0,0038 × 125.000 = 475 USD |
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Die Basis verringert sich von 0,0010 auf 0,0008 USD je EUR. Ihre Änderung um −0,0002 erklärt, multipliziert mit 125.000 EUR, die Ergebnisdifferenz von 25 USD in diesem Beispiel. Tatsächliche Ausführungskurse, Provisionen und die Finanzierung auf Kontoebene können das Nettoergebnis zusätzlich verändern.
Auch die Preisschritte sind relevant. Laut CME-Spezifikationen beträgt die Tickgröße für Einzelkontrakte (Outright) 0,00005 USD je EUR für 6E und 0,0001 für M6E. Multipliziert mit der Kontraktgröße ergeben sich je Kontrakt 6,25 USD pro 6E-Tick und 1,25 USD pro M6E-Tick. Ein Tick entspricht bei beiden Produkten somit weder demselben Preisabstand noch demselben Geldbetrag. Diese Angaben gelten für Einzelkontrakte; bei anderen Order- oder Spread-Arten können andere Schritte gelten.
Gesamtkosten auf einer einheitlichen Preisgrundlage vergleichen
Kosten oder Zahlungsbewegungen | OTC-Devisenhandel für Privatkunden | Börsengehandelte Währungsfutures |
|---|---|---|
Ausführung | Geld-Brief-Spanne, gegebenenfalls gesondert berechnete Provisionen und tatsächliche Ausführungskurse. | Geld-Brief-Spanne, Brokerprovisionen sowie gegebenenfalls Börsen- und Clearinggebühren. |
Haltedauer | Finanzierungsbelastungen oder -gutschriften und weitere Entgelte nach den Kontobedingungen. | Im Futures-Preis berücksichtigter Carry; mögliche Konto-, Finanzierungs- oder Refinanzierungskosten. |
Dienstleistungskosten | Für das gewählte Angebot anfallende Plattform-, Daten- oder Kontogebühren. | Für das gewählte Angebot anfallende Plattform-, Marktdaten- oder Kontogebühren. |
Wechsel des Kontraktmonats | Hängt vom konkreten OTC-Produkt ab; ein Ablauf wie beim Rollen eines Börsenkontrakts ist nicht vorauszusetzen. | Das Schließen des alten und das Eröffnen eines anderen Kontrakts können weitere Ausführungskosten verursachen. |
Margin und täglicher Gewinn- und Verlustausgleich | Margin ist eine Sicherheitsleistung; Zahlungsbewegungen richten sich nach den Produktbedingungen. | Margin ist eine Sicherheitsleistung; beim täglichen Ausgleich werden Gewinne oder Verluste über das Konto abgerechnet. |
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Berechnen Sie den Handelsgewinn oder -verlust aus den tatsächlichen Einstiegs- und Ausstiegskursen und berücksichtigen Sie anschließend gesondert berechnete Posten. Enthalten die Ausführungskurse bereits die Geld-Brief-Spanne, würde deren erneuter Abzug sie doppelt erfassen. Der Leitfaden zu Raw-Spread- und Standardkonten erklärt, warum ein niedriger beworbener Spread allein keinen Kostenvergleich entscheidet.
Fehlt der bekannte Übernacht-Swap als eigene Buchungsposition, ist die Finanzierung von Futures wirtschaftlich dennoch nicht kostenlos: Der Carry beeinflusst das Verhältnis zwischen Kassa- und Futures-Preis. Ziehen Sie umgekehrt keine erfundene tägliche Carry-Gebühr zusätzlich von einem Ergebnis ab, in dessen Futures-Preisen dieser Zusammenhang bereits enthalten ist.
Vergleichen Sie Entgelte für denselben Währungsbetrag und dieselbe Haltedauer. Zehn Micro-Kontrakte und ein Standardkontrakt bilden hier denselben EUR-Betrag ab; ihre gesamten Provisionen und Ausführungskosten müssen deshalb nicht gleich sein. Verwenden Sie das tatsächliche Preisverzeichnis des jeweiligen Kontos. Dieser Leitfaden ordnet Produkte nicht nach einem vermeintlich allgemeingültigen Gesamtpreis.
Was verändert sich während der Haltedauer?
Wählen Sie in der folgenden Übersicht eine Intraday-Position, eine über Nacht gehaltene Position oder eine Position kurz vor dem Verfall. Die Übersicht trennt Fragen beim Einstieg, während der Haltedauer und beim Ausstieg. Das gewählte Szenario dient als Checkliste für Kosten und Liquiditätsbedarf; es ist weder ein aktuelles Kursangebot noch eine Berechnung Ihrer Brokergebühren.
Die Bezeichnung „Intraday“ allein reicht nicht aus. Prüfen Sie den maßgeblichen Finanzierungszeitpunkt beim Broker und den Zeitpunkt, ab dem eine besondere Intraday-Margin nicht mehr gilt. Für eine nur kurz über eine solche Grenze gehaltene Position können andere Bedingungen gelten als für eine innerhalb desselben Abrechnungsfensters eröffnete und geschlossene Position. OANDA Corporation beschreibt beispielsweise Finanzierungsbelastungen und -gutschriften für ihre US-Konten; andere Anbieter und Gesellschaften haben eigene Bedingungen.
DIE POSITION IM ZEITVERLAUF
Wann Kosten und Liquiditätsbedarf entstehen
Wählen Sie eine Haltedauer und vergleichen Sie, was beim Eröffnen, während der Position und beim Ausstieg zu prüfen ist. Die Übersicht schätzt keine Gesamtkosten und wählt kein günstigeres Produkt aus.
1 · Eröffnen
EUR/USD im OTC-Privatkundenhandel
Prüfen Sie den gestellten Spread, etwaige Provisionen und die Mindestpositionsgröße. Verwenden Sie die konkrete EUR/USD-Produktspezifikation.
Börsengehandelte Euro-Futures
Prüfen Sie den gewählten Kontraktmonat, die Geld-Brief-Spanne, Provisionen sowie Börsen- oder Clearinggebühren. Berücksichtigen Sie anfallende Marktdaten- oder Plattformgebühren gesondert.
2 · Halten
EUR/USD im OTC-Privatkundenhandel
Prüfen Sie die verfügbare Margin und den Finanzierungszeitpunkt des Brokers. Das Schließen am selben Kalendertag beweist allein nicht, dass keine Finanzierungsbuchung anfällt.
Börsengehandelte Euro-Futures
Prüfen Sie die Intraday-Marginbedingungen des Brokers und den Zeitpunkt ihrer Änderung. Eine niedrige beworbene Intraday-Margin begrenzt den Handelsverlust nicht.
3 · Aussteigen
EUR/USD im OTC-Privatkundenhandel
Verwenden Sie den tatsächlichen Ausstiegskurs und etwaige Provisionen für das Schließen. Slippage kann das Ergebnis verändern.
Börsengehandelte Euro-Futures
Schließen Sie den richtigen Kontraktmonat. Berücksichtigen Sie Einstieg und Ausstieg sowie die Fristen des Brokers. Gehen Sie nicht von einer automatischen Schließung aus.
Verwenden Sie tatsächliche Ausführungen zu Geld- und Briefkursen sowie das geltende Preisverzeichnis. Ziehen Sie einen bereits in den Einstiegs- und Ausstiegskursen enthaltenen Spread nicht erneut ab. Margin ist eine Sicherheitsleistung, nicht der höchstmögliche Verlust.
Produkt- und Brokerbedingungen lesen
Der Carry zeigt sich im Verhältnis zwischen Futures- und Kassapreisen. Das Fehlen einer separaten Swap-Buchung wie im Privatkundenhandel macht die Finanzierung nicht kostenlos. Erfassen Sie denselben Carry-Effekt nicht doppelt.
Ihre Eingaben bleiben auf dieser Seite. Keine Brokeranbindung, Echtzeitkurse oder Kontodaten.
Margin ist weder Positionsgröße noch Verlustgrenze
Die CME unterscheidet Initial Margin und Maintenance Margin. Initial Margin ist die Sicherheitsleistung für die Eröffnung einer Position. Maintenance Margin bezeichnet das erforderliche Mindestkontoeigenkapital, um sie nach den geltenden Regeln zu halten. Die Anforderungen können sich ändern, und ein Broker kann eigene Bedingungen festlegen. Eine niedrige beworbene Intraday-Margin ist nicht als Kapitalbedarf für jede Haltedauer zu verstehen.
Beim täglichen Gewinn- und Verlustausgleich werden Futures-Positionen anhand der Abrechnungspreise bewertet und die daraus entstehenden Gewinne und Verluste über das Konto verbucht. Dadurch entsteht Liquiditätsbedarf, während die Position noch offen ist. Dieser Ausgleich ist keine Transaktionsgebühr und von der abschließenden Erfüllung oder Lieferung des Kontrakts zu unterscheiden.
Die Sicherheitsleistung begrenzt den Verlust nicht. Eine Marktbewegung kann zusätzliche Mittel erforderlich machen oder nach den Kontoregeln zu einer Zwangsschließung führen. Für den OTC-Privatkundenhandel erklärt der Leitfaden zum Margin Level das Verhältnis von Kontoeigenkapital zu gebundener Margin. Übertragen Sie keine bestimmte MetaTrader-Stop-out-Regel oder deren Prozentsatz auf ein Futures-Konto.
Die Wahl der Positionsgröße ist eine gesonderte Entscheidung. Der Positionsgrößenrechner kann helfen, ein gewähltes Risikobudget mit den Spezifikationen eines OTC-Geschäfts zu verknüpfen. Weder dieses Budget noch eine gewöhnliche Stop-Order garantieren eine Obergrenze für den tatsächlich realisierten Verlust.
Was geschieht beim Verfall oder beim Rollen?
Ein Börsenfuture hat einen festgelegten Kontraktmonat und Verfallsprozess. Die CME sieht bei 6E und M6E eine physische Lieferung vor. Das bedeutet nicht, dass jeder Privatkundenbroker seinen Kunden eine Lieferung oder Abnahme erlaubt. Prüfen Sie vor dem letzten Handelstag die Schließungsfrist des Brokers und etwaige Lieferbeschränkungen. Der CME-Leitfaden zur Lieferung bei Währungsfutures erläutert den Lieferprozess der Börse.
- Schließen: Stellen Sie die Position im selben Kontraktmonat nach den Ausführungsregeln des Marktes und Ihres Kontos glatt.
- Rollen: Schließen Sie den bisherigen Kontrakt und eröffnen Sie eine Position in einem anderen Monat. Prüfen Sie die neue Menge, den Spread, die Gebühren und die Margin.
- Bis zur Endabrechnung halten: Beachten Sie die konkreten Kontrakt- und Brokeranforderungen. Gehen Sie niemals davon aus, dass eine Privatkundenposition einfach unbegrenzt weiterläuft.
Ein Rollvorgang in einen anderen Kontraktmonat hebt den Gewinn oder Verlust des alten Kontrakts nicht auf. Der nächste Monat kann zu einem anderen Preis gehandelt werden. Ein Kurssprung in einem fortlaufenden Chart entspricht deshalb nicht automatisch dem Ergebnis Ihrer tatsächlichen Geschäfte. Halten Sie Kontraktkennungen und Ausführungskurse in Ihrer Handelsdokumentation fest. Unterscheiden Sie außerdem den Börsenverfall vom eigenen Verfalls- oder Anpassungsverfahren eines CFD-Anbieters.
Ausführung, Anbieter und rechtlichen Zugang prüfen
Börsenhandel und zentrales Clearing verändern die Organisation eines Futures-Geschäfts. Markt-, Liquiditäts-, Betriebs- und Intermediärrisiken entfallen dadurch nicht. Im OTC-Privatkundenhandel hängen die Bedingungen vom Anbieter und Konto ab. Die Verbraucherinformation der US-Aufsicht CFTC erläutert die Rolle des Händlers als Gegenpartei im OTC-Devisenhandel für Privatkunden.
„OTC“ bedeutet nicht „unreguliert“. Der US-Regulierungsleitfaden der NFA zum Forex-Handel beschreibt einen regulierten Rahmen für Privatkunden. Das ist ein US-Beispiel und keine Aussage darüber, ob ein Produkt oder Anbieter im Land jedes Lesers zugelassen ist. Prüfen Sie die konkrete juristische Person, ihre Registrierung, den zulässigen Kundenkreis und die für Ihren Wohnsitz geltenden Schutzvorschriften.
Prüfen Sie bei beiden Produkten die Handelszeiten, vorgesehenen Unterbrechungen, Orderarten und die Liquidität des gewählten Instruments. Der Slippage-Leitfaden erläutert, warum der tatsächliche Ausführungskurs vom vorgesehenen Preis abweichen kann. Ein bekanntes Währungspaar garantiert keine identische Ausführung an verschiedenen Handelsplätzen oder in verschiedenen Kontraktmonaten.
Welche Angaben sollten Sie zuerst vergleichen?
- Produktart: OTC-Währungsposition für Privatkunden, Börsenfuture oder CFD mit einem Future als Referenz.
- Menge: Basiswährung je Lot oder Kontrakt, Mindestgröße, Schrittweite und gegebenenfalls Höchstgröße.
- Preis: Notierungsrichtung, Tickgröße sowie Kontraktmonat oder Referenzpreis.
- Kosten: tatsächliche Geld- und Briefkurse, Provisionen, Finanzierung sowie anfallende Daten- oder Plattformgebühren.
- Liquiditätsbedarf: aktuelle Initial Margin, Maintenance Margin und brokerspezifische Anforderungen für die geplante Haltedauer.
- Ausstieg: reguläres Schließen, Brokerfrist, Rollen oder Endabrechnung mit den jeweiligen Terminen.
- Zugang: juristische Person, Kontovereinbarung und die für Ihren Wohnsitz geltenden Regeln.
Machen Sie mit dem Mengenvergleich zunächst den tatsächlichen Währungsbetrag sichtbar und ergänzen Sie dann die kontospezifischen Angaben. So entsteht ein Vergleich, den Sie anhand zweier konkreter Spezifikationen überprüfen können. Er bestimmt weder einen grundsätzlich besseren Markt noch, ob eines der Produkte zu Ihrer finanziellen Situation passt.
Häufige Fragen
Sind Forex und Futures dasselbe?
Forex bezeichnet den Währungsmarkt, Futures eine Vertragsart. Ein Währungsfuture ermöglicht eine Devisenposition über einen standardisierten Börsenkontrakt. Im Privatkundenhandel vergleicht man üblicherweise diesen Kontrakt mit einer OTC-Währungsposition, nicht Währungen mit einem sachfremden Aktienindex-Future.
Wie viele Forex-Lots entsprechen einem Euro-Future?
Unter der ausdrücklichen Annahme von 100.000 EUR je OTC-Lot entspricht ein 6E-Kontrakt über 125.000 EUR mengenmäßig 1,25 Lot. Ein M6E über 12.500 EUR entspricht theoretisch 0,125 Lot und liegt damit außerhalb eines Volumenrasters von 0,01 Lot. Prüfen Sie die tatsächliche OTC-Spezifikation.
Sind Währungsfutures günstiger als Forex?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Vergleichen Sie denselben Währungsbetrag, tatsächliche Ausführungskurse, gesondert berechnete Gebühren und dieselbe Haltedauer. Beziehen Sie anfallende Finanzierungs-, Daten- und Rollkosten ein. Ein engerer Spread oder eine geringere Margin allein genügt nicht.
Entfällt bei Futures die Übernachtfinanzierung?
Futures müssen nicht dieselbe Swap-Buchung wie ein OTC-Privatkundenkonto aufweisen. Der Zinsunterschied beeinflusst aber die Futures-Preise, und auf Kontoebene können weitere Finanzierungskosten anfallen. Vergleichen Sie den Preiszusammenhang und die Kontobedingungen, statt kostenloses Halten eines Futures vorauszusetzen.
Kann ich einen Bruchteil eines Futures-Kontrakts handeln?
Diese Börsenkontrakte werden in ganzen Stückzahlen gehandelt. Rechnerische 0,8 eines 6E-Kontrakts sind ein theoretischer Wert. Ein kleinerer börsennotierter Kontrakt kann dem gewünschten Betrag näherkommen, hat aber eine eigene Mengenabstufung, Tickgröße und Gebührenstruktur.
Was ist sicherer oder besser für ein kleines Konto?
Ein kleinerer Kontrakt oder eine niedrigere Marginanforderung allein beantwortet diese Frage nicht. Prüfen Sie den tatsächlichen Währungsbetrag, mögliche Preisänderungen, den Liquiditätsbedarf, die Ausführung und die Schutzvorkehrungen des Kontos. Beide Produkte sind gehebelt. Der Mengenvergleich bewertet nicht, ob eines davon für Sie geeignet ist.
Quellen und weiterführende Lektüre
- CME — FX Product Guide 2026Geprüft
- CME — Mark-to-MarketGeprüft