Iceberg-Orders: sichtbare Menge, Reserve und Ausführung
Eine Iceberg-Order zeigt nur einen Teil ihrer Gesamtmenge. Wird dieser Teil ausgeführt, kann eine verborgene Reserve die sichtbare Menge auffüllen. Börse oder Broker bestimmen die Regeln für Auffüllung und Ausführungspriorität.
Autor · Redakteur
- Autor
- Mykola Zavarov
- Redakteur
- Andrey Bondarenko
Geprüft

Das Wesentliche
Die sichtbare Menge im Orderbuch ist nicht zwingend die gesamte verfügbare Menge.
Eine aufgefüllte Teilmenge kann einen anderen Platz in der Warteschlange erhalten.
Eine verborgene Größe garantiert weder Ausführung noch geringere Gebühren oder ausbleibenden Markteinfluss.
Verfolgen Sie Ausführung und Auffüllung einer Iceberg-Order
Eine Iceberg-Order durch die Warteschlange verfolgen
Ereignis 0 von 5A steht zuerst, B dahinter zum selben Preis.
Öffentliche Preisstufe
- Verkaufslimit
- 100,00
- Sichtbare Menge zum Preis
- 15
Nur die sichtbare Menge; die Reserve ist nicht öffentlich.
Order A: Eigentümersicht
- Gesamtmenge von A
- 25
- Maximal sichtbare Teilmenge
- 10
- A sichtbar
- 10
- Verborgene Reserve von A
- 15
- A ausgeführt
- 0
- A verbleibend
- 25
Warteschlange im Lernmodell
- Order A10
- Order B5
A/B kennzeichnet die Beispielorders. Ein aggregiertes Orderbuch offenbart diese Identitäten nicht.
Beispiel ändern
Bei geänderten Parametern bleiben die Kaufmengen 4, 6, 5, 10 und 5. Alle Kauflimits entsprechen dem Verkaufspreis.
Alle Ereignisse prüfen
Vollständige Lernzustände einschließlich privater Mengen. Dies ist kein öffentlicher Marktdatenfeed.
Lernablauf herunterladen (CSV)CSV in UTF-8; Semikolon als Trennzeichen; Dezimalpunkt. Jede Zeile zeigt den Zustand nach einem eingehenden Ereignis, einschließlich des anfänglichen Orderbuchs.
| Ereignis | Eingehender Kauf | A sichtbar | Verborgene Reserve von A | A ausgeführt | A verbleibend | B verbleibend | Öffentliche Stufe | Kaufrest | Auffüllungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anfängliches Orderbuch | 0 | 10 | 15 | 0 | 25 | 5 | 15 | 0 | 0 |
| 1 | 4 | 6 | 15 | 4 | 21 | 5 | 11 | 0 | 0 |
| 2 | 6 | 10 | 5 | 10 | 15 | 5 | 15 | 0 | 1 |
| 3 | 5 | 10 | 5 | 10 | 15 | 0 | 10 | 0 | 0 |
| 4 | 10 | 5 | 0 | 20 | 5 | 0 | 5 | 0 | 1 |
| 5 | 5 | 0 | 0 | 25 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Horizontal scrollen, um alle Mengen zu sehen.
Hier kommen aufgefüllte Teilmengen gemäß Krakens veröffentlichter Regel ans Ende der Preiswarteschlange. Andere Handelsplätze und Ordertypen können abweichen.
Läuft auf dieser Seite; keine Orders werden gesendet und keine Eingaben hochgeladen oder gespeichert.
Vergleichen Sie die Mengen des Auftraggebers mit dem öffentlichen Preisniveau und gehen Sie die eingehenden Kauforders durch. Die A/B-Warteschlange veranschaulicht ein bekanntes Lehrbeispiel: Ein gewöhnliches öffentliches Orderbuch zeigt weder die verborgene Reserve noch den Inhaber jeder Order. Übernehmen Sie geänderte Einstellungen, um ein neues Beispiel zu erstellen. Die Kaufsequenz bleibt fest; eine größere eigene Order kann deshalb teilweise unausgeführt bleiben.
Unterscheiden Sie die Anzeigegrenze von der aktuell sichtbaren Restmenge
Iceberg- oder Reserve-Orders erlauben es, einen sichtbaren Teil einer größeren Order festzulegen. Die Oberfläche kann dafür Display Size, peak quantity oder visible quantity verwenden. Diese Einstellung ist nicht unbedingt die Menge, die gerade im Orderbuch steht:
Größe | Bedeutung in diesem Beispiel |
|---|---|
Gesamtmenge | Die ursprünglich für die Iceberg-Order eingegebene Menge. |
Anzeigegrenze | Die größte Teilmenge, die das Modell gleichzeitig anzeigt. |
Aktuell sichtbar | Die noch nicht ausgeführte Menge des aktuellen sichtbaren Teils. |
Verborgene Reserve | Die noch nicht ausgeführte, derzeit unsichtbare Menge. |
Ausgeführt | Die ausgeführte Menge dieser Iceberg-Order, ohne andere Orders. |
Verbleibend | Aktuell sichtbare Menge plus verborgene Reserve. |
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Ohne Stornierung gilt: Gesamtmenge = ausgeführt + verbleibend, und verbleibend = sichtbar + verborgen. Beim Auffüllen wird Menge aus der Reserve sichtbar; die ursprüngliche Order wird nicht größer. Die Anzeigegrenze kann gleich bleiben, während die sichtbare Restmenge nach einer Teilausführung sinkt.
So hängen Teilausführung, Auffüllung und Warteschlange zusammen
Das Ausgangsbeispiel verkauft 25 Einheiten zu einem Limitpreis von 100. Höchstens 10 sind sichtbar, 15 liegen in der Reserve. Hinter dem ersten Teil steht eine separate Verkaufsorder B über 5 Einheiten zum selben Preis. Mengen und Preise sind erfunden; weitere Preisniveaus, Orders oder Stornierungen gibt es in diesem Szenario nicht.
Eine eingehende Kauforder über 4 senkt die sichtbare Iceberg-Menge von 10 auf 6. Die verborgene Reserve bleibt bei 15, ausgeführt sind 4. Das öffentliche Preisniveau zeigt jetzt 11: die 6 der Iceberg-Order plus die 5 von B. Ein weiterer Kauf über 6 verbraucht den ersten Teil. Das Modell zeigt neue 10 Einheiten und lässt 5 verborgen. Das ist eine Auffüllung, keine Erhöhung der Gesamtmenge um 10.
Der aufgefüllte Teil steht nun hinter B. Der nächste Kauf über 5 führt deshalb B aus, ohne die ausgeführte Iceberg-Menge zu verändern. Sind später nur noch 5 Iceberg-Einheiten übrig, beträgt der letzte sichtbare Teil 5, obwohl die Anzeigegrenze weiterhin 10 ist. Das vollständige Ereignisprotokoll lässt sich im Modul öffnen.
Diese Reihenfolge folgt den veröffentlichten Handelsregeln von Kraken: Aufgefüllte Menge kommt ans Ende der Warteschlange ihres Preises. Das ist das gewählte Modell, keine Regel für jede Börse. Das Szenario mit nur einer eingehenden Kauforder zeigt außerdem, dass eine ausreichend große Gegenorder mehrere aufgefüllte Teile verbrauchen kann. Die CME-Dokumentation zu Ausführungsmeldungen beschreibt mehrere Auffüllungen innerhalb eines einzigen Matching-Ereignisses. Eine Auffüllung bedeutet daher nicht zwingend einen neuen Käufer oder einen separaten Ausführungsbericht.
Native und synthetische Icebergs verwalten die Reserve an unterschiedlichen Stellen
Umsetzung | Wer steuert die Auffüllung? | Was ist zu prüfen? |
|---|---|---|
Nativer Iceberg | Das Orderverarbeitungssystem der Börse verwaltet die Reserve. | Unterstützte Produkte, Mindestanzeige sowie Auffüllungs- und Prioritätsregeln. |
Synthetischer Iceberg | Ein Broker, eine Plattform oder ein externer Algorithmus sendet Teilorders. | Status von Haupt- und Teilorders, Verbindungsanforderungen und Verhalten nach einer Unterbrechung. |
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„Synthetisch“ bedeutet nicht automatisch, dass die Logik auf Ihrem Computer läuft. Sie kann auf einem Server des Brokers liegen. Das Schließen des lokalen Terminals hat deshalb nicht bei jeder Umsetzung dieselbe Folge. Klären Sie, wo die Hauptorder verwaltet wird.
CME Market by Order unterscheidet native und synthetische Umsetzungen. Ein nativer CME-Iceberg behält seine OrderID beim Auffüllen, seine PriorityID kann sich jedoch ändern. Eine gleichbleibende Kennung beweist somit nicht, dass aufgefüllte Menge den bisherigen Platz behält. Maßgeblich sind die Matching-Regeln des jeweiligen Produkts, nicht eine vermeintlich universelle FIFO-Warteschlange.
Iceberg, hidden, limit und post-only steuern verschiedene Eigenschaften
Anweisung | Was sie steuert | Was daraus nicht folgt |
|---|---|---|
Iceberg / reserve | Wie viel der Gesamtmenge angezeigt und aufgefüllt wird. | Dass die gesamte Order ausgeführt wird. |
Ob Menge im öffentlichen Orderbuch erscheint. | Dieselben Zulassungs- oder Prioritätsregeln wie bei einer Iceberg-Order. | |
Limitpreis | Den höchsten Kaufpreis oder niedrigsten Verkaufspreis. | Sofortige Ausführung oder ein fester Platz in der Warteschlange. |
Post-only | Ob die Order bei der Eingabe nach den Handelsplatzregeln Liquidität nehmen darf. | Eine verborgene Reserve. |
Reduce-only | Beschränkt eine zulässige Order auf den Abbau einer bestehenden Position. | Eine Anzeigegröße oder eine Auffüllungsmethode. |
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Einige Einstellungen lassen sich kombinieren, wenn der Handelsplatz dies erlaubt. Es sind aber keine austauschbaren Orderbezeichnungen. Eine Stop-Bedingung betrifft die Aktivierung, Iceberg dagegen die sichtbare Menge. Der Guide Buy Stop vs. Buy Limit erklärt den Unterschied zwischen Auslöser und Limitpreis.
Was kann ein anderer Teilnehmer tatsächlich sehen?
Ein aggregiertes Orderbuch zeigt die sichtbare Menge zu einem Preis. Es kann mehrere Orders zusammenfassen, wie das Preisniveau im Beispiel die Iceberg-Order und B zusammenfasst. Daten auf Orderebene können mehr Details liefern; verfügbare Felder und Kennungen hängen jedoch vom Datenfeed ab. Das Modul legt beide Perspektiven zum Lernen offen. Es rekonstruiert keine privaten Mengen aus Marktdaten.
Wiederholte Ausführungen mit anschließender Auffüllung können auf verborgene Liquidität hindeuten. Für sich genommen verraten sie weder die genaue ursprüngliche Menge noch die Restreserve oder den Inhaber. Zum selben Preis können auch neue, unabhängige Orders eintreffen. Ein vermuteter Iceberg bleibt eine Hypothese, deren Belege vom Datenfeed abhängen, keine gesicherte Darstellung fremder Handelsabsichten.
Was eine kleinere sichtbare Menge bewirken kann
Wer nur einen Teil anzeigt, begrenzt die gleichzeitig veröffentlichte Größe. Das kann nützlich sein, wenn eine größere Order abgearbeitet werden soll, ohne ihre gesamte Restmenge offenzulegen. Ausführungen werden dadurch nicht unsichtbar. Geringerer Markteinfluss und dauerhaft verfügbare Gegenparteien sind ebenfalls nicht garantiert.
- Ein Preislimit begrenzt den akzeptablen Ausführungspreis; die Restmenge kann trotzdem warten oder nie ausgeführt werden.
- Auffüllung kann die Priorität ändern. Kleinere sichtbare Teile führen nicht automatisch zu einer schnelleren Gesamtausführung.
- Andere Teilnehmer können auf sichtbare Ausführungen und Orderbuchänderungen reagieren, obwohl die gesamte Reserve verborgen bleibt.
Trennen Sie die Preisbegrenzung von der Ausführungsqualität gegenüber einem anderen Vergleichswert. Der Slippage-Guide erklärt Abweichungen zwischen Referenz- und Ausführungspreis. Die Iceberg-Einstellung allein macht diesen Vergleich nicht überflüssig.
Vor dem Einsatz der Iceberg-Einstellung eines Brokers
- Prüfen Sie, ob Instrument, Börse und gewählte Route diese Order unterstützen und ob die Umsetzung nativ oder synthetisch ist.
- Lesen Sie die aktuellen Vorgaben zu Mindestmenge, Mengenschritten, zulässiger Anzeigegröße und Gültigkeitsdauer.
- Klären Sie Auffüllung, Priorität, Änderungen und Stornierungen einschließlich der Behandlung synthetischer Teilorders.
- Kontrollieren Sie tatsächliche Ausführungen und die Restmenge der Hauptorder im Bericht sowie den geltenden Gebührentarif.
Der Order-Guide von Kraken zeigt handelsplatzspezifische Anzeigevorgaben; die konkreten Grenzen gelten nicht für jeden Handelsplatz. Dieses Beispiel verwendet ganze Einheiten und eine feste Anzeigegrenze, damit sich die Abläufe prüfen lassen. Es prüft keine Orderzulassung und sendet keine echten Orders.
Häufige Fragen zu Iceberg-Orders
Fallen bei einer Iceberg-Order immer Maker-Gebühren an?
Nein. „Iceberg“ beschreibt die sichtbare Menge, nicht die Liquiditätsrolle jeder Ausführung. Ob sofortiges Matching möglich ist, welche Einstellungen kombinierbar sind und welche Gebühr anfällt, hängt von Umsetzung und Ausführung ab. Prüfen Sie die Maker-/Taker-Regeln des Handelsplatzes. Der Guide zu Handelskosten erklärt außerdem, warum Spread und Kommission gemeinsam betrachtet werden sollten.
Kann ich eine solche Order aus MT4 oder MT5 senden?
Eine Markttiefenanzeige allein belegt keine Iceberg-Unterstützung. Ihr Broker muss für dieses Instrument eine passende Route oder eine externe Umsetzung anbieten. Prüfen Sie Dokumentation und Testumgebung: Bei synthetischen Werkzeugen können andere Verbindungs- und Stornierungsanforderungen gelten als bei nativen Börsenorders.
Sollte ich immer die kleinste Anzeigegröße wählen?
Es gibt keine allgemein beste Anzeigegröße. Kleinere Teile legen auf einmal weniger Menge offen, können aber häufigeres Auffüllen erfordern. Die Folgen für die Warteschlange bestimmt der Handelsplatz. Auch Mindestmengen und Mengenschritte begrenzen die Auswahl. Das Beispiel erklärt diese Abläufe; es optimiert keine reale Ausführungsstrategie.